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Jose Mourinho Premier League Louis van Gaal Thomas Müller
Jose Mourinho (l.) könnte Louis van Gaal beerben © Getty Images

Louis van Gaal steht bei Manchester United vor dem Aus. Während Jose Mourinho als sein Nachfolger gehandelt wird, lässt Bastian Schweinsteiger Dampf ab.

Das Eis wird immer dünner für Louis van Gaal. Nach der 1:2-Niederlage gegen den Abstiegskandidaten Norwich City muss der "Tulpengeneral" mehr denn je um seinen Job bei Manchester United bangen. 

Bei der dritten Niederlage in Folge musste sich der Niederländer den Spott von den gegnerischen Fans gefallen lassen. "José Mourinho übernimmt deinen Job", sangen die United-Fans von Norwich in Richtung von van Gaal - und hatten damit womöglich recht.

Denn mit dem "Special One" sitzt der mögliche Nachfolger dem Niederländer schon im Nacken. Mourinho könnte den angeschlagenen Klub von Old Trafford nach seinem Rauswurf beim FC Chelsea sofort übernehmen.

"Natürlich mache ich mir Sorgen"

Für van Gaals Zukunft in Manchester spricht dagegen kaum noch etwas: Seit sechs Pflichtspielen nicht mehr gewonnen, das Aus in der Champions League und in der Premier League auf den fünften Platz abgerutscht.

Und das weiß der 64-Jährige auch: "Natürlich mache ich mir Sorgen um meinen Job, denn der Glaube an den Trainer ist wichtig", sagte er: "Es ist unsere erste Niederlage in dieser Saison in Old Trafford. Das ist eine Bestätigung, dass wir in einer sehr schlechten Phase sind, aus der wir wieder raus müssen."

Die Frage ist jedoch, ob er noch Chance erhält, ManUnited aus der Krise zu führen. Schon am 26. Dezember könnte bei Stoke City ein anderer Coach auf der Bank sitzen. Die Daily Mail titelte am Sonntag bereits: "Zeit, Jose anzurufen".

Mourinho sitzt offensichtlich in den Startlöchern. Nach der Trennung von den Blues am Donnerstag ließ der Portugiese über seine Agentur verkünden, dass er kein Sabbatjahr einlegen werde, "er ist nicht müde, und er braucht es nicht". Seitdem flattern bei dem 52-Jährigen die Angebote nur so ins Haus.

Schweinsteiger lässt Kritik kalt

Laut englischen Medien soll er bereits eine Offerte des AS Rom abgelehnt haben, aber ManUnited ist reizvoll: "Es gibt einige Jobs, die man nicht ablehnt", soll Mourinho, der sich passend für einen neuen Lebensabschnitt von seiner Frisur getrennt und sich den Kopf fast kahl geschoren hat, gesagt haben.

Bei seinem möglichen neuen Arbeitgeber würde "Mou" auf Bastian Schweinsteiger treffen.

Den ehemaligen Bayern-Star, der bei der Heimpleite gegen Norwich gesperrt fehlte, hat die öffentliche Kritik auch ebenfalls längst eingeholt. Aufgrund seiner durchwachsenen Leistung in der bisherigen Saison teilte die englische Presse teilweise heftig aus ("zu langsam". "Altherrenfußball") - dies lässt der DFB-Kapitän aber nicht gelten.

"Ehrlich gesagt, mich berührt die Kritik nicht, die über die Medien an mich herangetragen wird", sagte der Mittelfeldspieler im Interview mit der Welt am Sonntag.

Auch van Gaal hatte Schweinsteiger bereits einige Male kritisiert - zumindest das könnte dem 31-Jährige künftig erspart bleiben.

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