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Der FC Liverpool feiert am Ende einer wilden Partie den ersten Liga-Sieg des neuen Jahres. Der Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino zeigt sich weiter torhungrig, Klopp flippt mehrfach aus.

Mit dem ersten Liga-Sieg im neuen Jahr haben Teammanager Jürgen Klopp und der FC Liverpool in einem denkwürdigen und verrückten Spiel ihren Premier-League-Negativtrend gedreht.

Durch den spektakulären 5:4 (1:2)-Erfolg bei Abstiegskandidat Norwich City feierten die Reds nach zuvor nur einem Zählern aus den vorherigen beiden Punktspielen wieder ein Erfolgserlebnis.

Durch den Dreier, an dem der frühere Hoffenheimer Roberto Firmino mit einem Doppelpack (19. und 63.) großen Anteil hatte, rückten die Reds nach zuvor nur einem Zähler aus den vorherigen drei Punktspielen als Siebter wieder in die Nähe der Europacup-Plätze.

"Bis jetzt war meim Herz sehr belastbar, und ich hoffe, es bleibt auch so", sagte Klopp und atmete kräftig durch. "Ich hatte schon ein paar ähnliche Spiele, aber nicht mit einem Happy End."

5:4 nach 1:3-Rückstand

Klopp durchlebte auf Liverpools Bank eine Achterbahn der Gefühle. Zweimal verspielte seine Elf eine Führung, holte aber auch einen zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand auf und machte schließlich in der fünften Minute der Nachspielzeit durch Adam Lallana das ersehnte Erfolgserlebnis perfekt.

Beim euphorischen Jubel über den Sieg verlor der frühere Meister-Trainer von Bundesligist Borussia Dortmund, der Veitstänze aufführte und zur Liverpooler Spielertraube auf den Platz lief, sogar seine Brille und musste ohne Sehhilfe vor die Presse treten: "Ich habe eigentlich immer eine zweite Brille dabei, aber ich kann sie nicht finden, weil es schwierig ist, eine Brille ohne Brille zu finden."

Turbulente Nachspielzeit

Seine emotionale Beanspruchung war dem früheren Meister-Trainer von Bundesligist Borussia Dortmund ins Gesicht geschrieben.

"Auch wenn all unsere Probleme durch den Sieg nicht gelöst sind, bleibt das eine unvergessliche Begegnung. Solch ein Spiel haben wir nicht zum ersten Mal erlebt, und wir müssen darüber nachdenken, warum immer uns so etwas passiert. Nach 90 Minuten Sieger zu sein, nach 93 Minuten nur einen Punkt zu haben und nach 95 Minuten doch wieder Sieger zu sein, ist absolut ungewöhnlich, aber es ist auch nicht gut, dass wir vier Gegentore kassiert haben", resümierte der Teammanager.

Nach Firminos erstem Treffer zur 1:0-Führung der Gäste drehten die Platzherren die Begegnung und schienen nach dem 3:1 neun Minuten nach der Pause auf der Siegerstraße. 

Doch Liverpool, das zuletzt in der Liga gegen Rekordchampion Manchester United 0:1 verloren hatte, glich zunächst durch Jordan Henderson (56.) und erneut Firmino aus, ehe James Milner (75.) zu Beginn der Schlussphase den früheren Europapokalsieger zum zweiten Mal in Führung brachte. 

Klopp in der Jubeltraube

Vor Lallanas Treffer in der turbulenten Nachspielzeit schien die Begegnung nach Norwichs abermaligem Ausgleich (90.+3) noch auf eine Punkteteilung hinauszulaufen.

"Am Ende können wir richtig glückich mit fast allem sein, vor allem mit den drei Punkten", meinte Klopp. "Beide Teams hätten ein Unentschieden verdient gehabt."

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