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Arsenal besiegt Leicester erst auf den letzten Drücker. Özil legt in der Nachspielzeit das Goldene Tor auf, zuvor beißen sich die "Gunners" in Überzahl die Zähne aus.

Der FC Arsenal darf nach einem dramatischen Last-Second-Sieg im Spitzenspiel wieder von der ersten englischen Meisterschaft seit zwölf Jahren träumen.

Die "Gunners" um die deutschen Weltmeister Per Mertesacker und Mesut Özil bezwangen Tabellenführer Leicester City mit Ex-Nationalspieler Robert Huth in einem intensiven Duell dank des späten Treffers von Danny Welbeck (90.+5) 2:1 (1:0).

"Wir sind mit gnadenloser Energie zurückgekommen. Am Ende ging es um den mentalen Willen der Mannschaft", sagte Arsenals Trainer Arsene Wenger.

Özil bereitet Siegtreffer in Nachspielzeit vor

Stürmer Jamie Vardy (45., Foulelfmeter) ließ den Leicester mit seinem 19. Saisontor auf den ersten Sieg bei den "Gunners" seit über 42 Jahren (2:0/September 1973) hoffen.

Doch nach der Gelb-Roten Karte gegen Leicesters Daniel Simpson (54., wiederholtes Foulspiel) und dem Ausgleich von Theo Walcott (70.) sicherte der eingewechselte Welbeck bei seinem Comeback nach Özils Freistoßflanke Arsenal doch noch drei Punkte.

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Danny Welbeck (M.) lässt die Fans ausrasten © Getty Images

Wenger lobte den Deutschen: "Als ich sah, wie Özil den Freistoß getreten hat, dachte ich, es gibt eine Chance, weil seine Hereingabe Qualität hatte."

Davon profitierte Welbeck. "Es war eine Achterbahnfahrt für mich, eine schwere Zeit. Meine Familie und Freuden wissen, was ich durchgemacht habe", sagte der Siegtorschütze, der erstmals nach neun Monaten wieder spielte: "Das Tor war wichtig, aber wichtiger war der Sieg."

Die Londoner rückten durch den Sieg vor den Augen des neuen Bayern-Trainers Carlo Ancelotti bis auf zwei Punkte an Leicester heran.

Verfolger Tottenham Hotspur hatte am Sonntagabend gegen Manchester City im Duell Zweiter gegen Vierter die Möglichkeit, ebenfalls bis auf zwei Zähler aufzuschließen.

Kein Hand-Elfer für Arsenal

Das Top-Spiel war wegen der außergewöhnlichen Tabellensituation (Erster gegen Dritter) eigens auf Sonntag verlegt worden - und hielt, was es versprach.

Arsenal hatte gleich zu Beginn Pech, als Schiedsrichter Martin Atkinson nach einem Handspiel von N'golo Kanté einen klaren Elfmeter verweigerte (8.).

In der Folge rettete Gunners-Keeper Petr Cech stark gegen Vardy (16.) und Kanté (39.), ehe Vardy über Monreals plump hingehaltenes Bein stürzte - und Atkinson einen schmeichelhaften Strafstoß gab. Schütze Vardy verlud Cech mit seinem trockenen Vollspannstoß.

Simpson fliegt, auch Huth mit der Hand

Arsenal begann Hälfte zwei ohne Mertesackers verletzten Abwehrpartner Laurent Koscielny. Leicester dezimierte sich bald selbst, als Simpson binnen fünf Minuten zweimal Gelb sah. Zumindest seine zweite Verwarnung wegen Haltens gegen Giroud war eine sehr harte Entscheidung.

Angeführt vom guten Özil schnürte Arsenal die Gäste nun in deren Hälfte ein. Nach einer Aktion von Huth forderte Arsenal erneut Elfmeter - der Seitfallzieher von Olivier Giroud war dem Deutschen der Ball aus äußerst kurzer Distanz an den Arm gesprungen.

Nach Özils Flanke hatte Mertesacker das 2:1 auf dem Kopf (85.). Doch erst Rückkehrer Welbeck traf nach langer Leidenszeit zum Gunners-Glück.

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