vergrößernverkleinern
Wes Morgan
Wes Morgan (r.) erzielte den Ausgleichstreffer für Leicester City © Getty Images

Ohne den gesperrten Jamie Vardy muss sich Leicester City bei Manchester United mit einem Unentschieden zufrieden geben und die Titelparty verschieben.

Underdog Leicester City muss in der Premier League weiter auf die Vollendung seines hollywoodreifen Fußballmärchens warten. (Spielplan und Tabelle der Premier League)

Am 36. Spieltag kam die Überraschungsmannschaft von Teammanager Claudio Ranieri bei Rekordmeister Manchester United in einem hitzigen Spiel zu einem 1:1 (1:1), vergab im "Theater der Träume" aber den ersten Meisterschafts-Matchball.

"Punkt in die richtige Richtung"

Die Titelfeier ist allerdings möglicherweise nur auf Montag verschoben. Sollte der einzig verbliebene Verfolger Tottenham Hotspur bei Titelverteidiger FC Chelsea (21.00 Uhr im LIVETICKER) nicht gewinnen, ist Leicester dennoch erstmals englischer Fußballmeister.

Weitere Chancen bieten sich dem Außenseiter am kommenden Samstag gegen den FC Everton und zum Saisonabschluss bei Chelsea.

"Wir bleiben ruhig. Es ist ein Punkt in die richtige Richtung", resümierte Torschütze Wesley Morgan: "Gegen eine Mannschaft, die den Ball kontrolliert hat, war es heute schwer."

Martial schockt Leicester früh

Manchester United verpasste die Chance, im Rennen um die Champions-League-Qualifikation entscheidend nachzulegen.

Ohne den weiter gesperrten Torgaranten Jamie Vardy erwischte Leicester in Manchester einen Fehlstart. United drängte den überforderten Tabellenführer von Beginn an in die eigene Hälfte und ging verdient in Führung - Martial schob den Ball nach einer Flanke unbedrängt ins Tor (8.).

"Unser Auftritt war erst nach 15 Minuten gut. United hatte den besseren Start. Aber ich wusste, dass wir früher oder später zurückschlagen würden", sagte Ranieri.

Die Mannschaft von Teammanager Louis van Gaal blieb tonangebend und ließ sich auch von dem zu diesem Zeitpunkt glücklichen Ausgleich durch Morgan (17.) nicht beirren.

Schmeichel stark - Drinkwater fliegt

Leicesters Torhüter Kasper Schmeichel, Sohn von Manchesters Keeper-Legende Peter Schmeichel, hielt seine Mannschaft mit mehreren guten Paraden im Spiel.

Für reichlich Wirbel sorgte Ex-Nationalspieler Robert Huth, der bei einer United-Ecke Gegenspieler Marouane Fellaini an den Haaren zog und dafür den Ellbogen des Belgiers ins Gesicht geschlagen bekam. Schiedsrichter Michael Oliver hatte die Szene allerdings nicht beobachtet.

Nach dem Seitenwechsel legte die Ranieri-Elf ihre Zurückhaltung endlich ab. Durch Standards und kluge Pässe von Spielmacher Riyad Mahrez tauchte Leicester fast im Minutentakt gefährlich vor dem United-Tor auf, zudem fanden die Gäste besser in die Zweikämpfe.

ManCity patzt

Das Spiel blieb bis in die Schlussphase hochspannend und enorm intensiv. Beim Pfostentreffer von Chris Smalling (78.) war Leicester im Glück, kurz vor Spielende sah Daniel Drinkwater die Gelb-Rote Karte (87.) und ermöglichte United nochmals einen Vorteil.

Zuvor hatte Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool bei Swansea City mit 1:3 verloren und muss um die Teilnahme am internationalen Geschäft bangen.

Manchester City verlor im Kampf um die direkte Qualifikation für die Champions League wichtige Punkte. Drei Tage vor dem Rückspiel des Champions-League-Halbfinals gegen Real Madrid verloren die Citizens mit einer B-Elf beim FC Southampton 2:4 (1:2).

Mann des Spiels war Sadio Mane, der drei Tore erzielte. Dusan Tadic legte drei Treffer der Gastgeber auf. Für City netzte Kelechi Iheanacho doppelt ein.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel