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Nachdem Pep Guardiola ein Sorry von Yaya Toures Berater fordert, schlägt der erneut zurück: Der ManCity-Coach sei kein Gentleman - und nur mit viel Geld erfolgreich.

Abseits der sportlichen Ausbootung von Yaya Toure entwickelt sich bei Manchester City langsam, aber sicher eine echte Schlammschlacht zwischen Trainer Pep Guardiola und Toures Berater Dimitri Seluk - in der der Russe nun die nächste Runde eröffnet hat.

Am Dienstag hatte Guardiola erklärt, er werde dem in Ungnade gefallenen Toure noch einmal eine Chance geben - unter einer Bedingung: Der Ivorer müsse sich für öffentliche Äußerungen seines Beraters entschuldigen, nachdem Guardiola Toure nicht in Citys Champions-League-Kader berufen hatte.

"Er muss sich erst bei Manchester City entschuldigen, dann bei seinen Teamkollegen und danach beim Trainer", erklärte der ManCity-Coach: "Wenn das passiert, gehört Yaya wieder zum Team und wird dieselbe Chance haben wie alle zu spielen."

Seluk: Guardiola "denkt, er sei der König"

Auf ein Sorry von Seluk dürfte Guardiola allerdings lange warten.

"Wofür sollte ich mich entschuldigen?", fragte Seluk bei Sky Sports - und schoss erneut gegen Guardiola: "Er gewinnt ein paar Spiele und denkt, er sei der König. Ich lebe in Europa, also kann ich sagen, was auch immer ich will - und Guardiola kann mich nicht davon abhalten."

Mit dem FC Bayern hätte selbst mein Großvater den Meistertitel gewonnen, ätzte er.

Unter einer Bedingung werde er aber über eine Entschuldigung nachdenken, sagte Seluk.

Kritik an Umgang mit Pellegrini und Hart

"Ich entschuldige mich bei Guardiola, wenn er sich bei Manuel Pellegrini dafür entschuldigt, was er ihm angetan hat", erklärte Seluk und führte aus: "Pellegrini hat letztes Jahr einen neuen Vertrag unterschrieben und dann wird er ausgebootet, damit Guardiola kommen kann. Wenn du ein Gentleman bist, dann passiert so etwas nicht."

Außerdem müsse Guardiola sich bei Torhüter Joe Hart entschuldigen, der nach seiner Degradierung auf Leihbasis zum FC Turin wechselte.

Manchester City Training & Press Conference
Ex-Coach Manuel Pellegrini (l.) und Torwart Joe Hart (r.) fielen Guardiola in Manchester zum Opfer © Getty Images

"Es ist nicht normal und es ist nicht richtig, nach England zu kommen, und sich der wenigen englischen Spieler zu entledigen. Wenn du in ein neues Land kommst, dann musst du das Land und seine Einwohner respektieren", ereiferte sich Seluk weiter.

Guardiola nur dank Geld erfolgreich

Er wünsche sich, dass ManCity alle nur denkbaren Titel gewinne - schließlich bedeute das auch mehr Trophäen für seinen Klienten. Die Entwicklung unter Guardiola bereite ihm aber Sorgen.

"City hat großartige Spieler, aber Guardiola will eine andere Zukunft für Yaya, für Hart - und sie werden nicht die letzten sein", prophezeite Seluk - und feuerte eine (vorerst) letzte Spitze gegen Guardiola ab: "Ich respektiere Trainer wie Claudio Ranieri, die etwas erreichen, ohne so viel Geld für Spieler auszugeben."

Ob Guardiola sich nach dieser Attacke zu einer erneuten Antwort hinreißen lässt? Die Einsatzchancen seines Klienten dürfte Seluk mit seinen Äußerungen jedenfalls nicht erhöht haben.

Und eine Entschuldigung wird es in der Schlammschlacht zwischen dem Katalanen und dem Russen so bald wohl auch nicht geben.

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