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München - Yaya Toure wird monatelang von Pep Guardiola ignoriert. Als der ihn im Spiel bei Crystal Palace einsetzt, entscheidet er die Partie für ManCity praktisch im Alleingang.

Yaya Toure feierte im Spiel bei Crystal Palace sein Saisondebüt für Manchester City und war mit zwei Toren auch noch der Matchwinner für die "Citizens".

Die Highlights des Spiels im Video:

Diese Geschichte ist so schon ungewöhnlich genug, erzählt aber nur die Hälfte einer kuriosen Comeback-Story. Schließlich grenzt es an ein Wunder, dass der Nationalspieler der Elfenbeinküste überhaupt noch das hellblaue City-Trikot überstreifen darf.

Denn noch vor der Bekanntgabe der Verpflichtung Pep Guardiolas unternahm Toure schon mehrere Versuche, den Verein zu verlassen. Manche sprachen sogar von Fluchtplänen.

Gegenseitige Komplimente

Nun aber scheint alles vergessen. Der Trainer setzte den ivorischen Routinier von Beginn an ein und lobte ihn anschließend euphorisch. "Ich freue mich so sehr für Yaya Toure. Denn er ist ein sehr netter Junge. Sein Gewicht ist nun perfekt, und seine Qualitäten sind ohnehin über jeden Zweifel erhaben", sagte Guardiola.

Auch Toure, der nach dem Spiel in der Kabine von seinen Teamkollegen mit Standing Ovations gefeiert wurde, strahlte. 

"Ich bin sehr glücklich, wieder auf dem Feld stehen zu können. Es war eine schwere Zeit. Aber heute bin ich dem Trainer dankbar, dass er mich spielen ließ", sagte er und fügte über Guardiola an: "Er ist ein Trainer mit Prinzipien, der den Fußball sehr liebt. Der Fußball steht bei ihm immer im Fokus."

So freundliche Sätze hatten sich die Beiden in der Vergangenheit kaum zu sagen gehabt. Denn nach Meinung des strengen Coaches hatte Toure nicht nur Übergewicht, sondern auch einen üblen Berater. 

Guardiola verbannt Toure

Alles begann im Jahr 2008, als der damals neue Barcelona-Trainer Guardiola Toure zu verstehen gab, dass er ihn nicht mehr brauche. Er sei zu langsam auf den ersten Metern und damit nicht geeignet für die Spielidee des Katalanen.

Es dauerte nicht lange, und Toure verließ Barcelona in Richtung Manchester, wo er wieder zu alter Stärke zurückfand.

Berater ätzt gegen Guardiola

Kaum aber sickerten die ersten Meldungen durch, dass Guardiola vom FC Bayern in die englische Industriestadt zu den Citizens wechseln würde, schoss Toures Berater Dimitri Seluk gegen den Coach.

Guardiola nehme dem damaligen Trainer Manuel Pellegrini den Job weg, kritisierte er. "So etwas macht man in England nicht. Hier benimmt man sich wie Gentlemen", ätzte er. Sein Klient würde Manchester noch im Sommer verlassen.

Dies tat er nicht, obwohl er in den ersten Ligaspielen dieser Saison nicht im Kader stand und auch für die Champions League nicht nominiert wurde.

Und jetzt dann doch der Sinneswandel: Guardiola brachte Toure von Beginn an, und der bedankt sich mit zwei Toren.

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