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München - Jose Mourinho lässt Bastian Schweinsteiger bei Manchester United wieder mittrainieren. Gibt er dem Deutschen wirklich eine faire Chance oder ist alles nur Show?

Die Laune von Bastian Schweinsteiger war blendend. Am Montag durfte der deutsche Weltmeister erstmals nach langer Verbannung wieder mit den Profis von Manchester United trainieren. Schweinsteiger wirkte dabei gelöst, lachte viel.

Nur wenige Stunden später führte Schweinsteiger seine Frau Ana Ivanovic zum Essen aus.

Englische Paparazzi dokumentierten das Date - auch hier wirkte Schweinsteiger äußerst zufrieden. Seine Angetraute hakte sich auf dem Weg ins Restaurant bei ihm ein, der 32-Jährige lächelte entspannt.

Was plant Mourinho?

Am Abend hatte Schweinsteiger dann noch einen Termin: Im Stadion Old Trafford veranstaltete United eine Charity-Gala zu Gunsten von UNICEF. Auf einem Foto steht der Mittelfeldspieler direkt neben Trainer Jose Mourinho. Beide schauen aneinander vorbei, verschränken die Hände vor dem Körper. Vertrautheit sieht anders aus.

Nach der überraschenden Begnadigung für Schweinsteiger durch Mourinho steht immer noch die Frage im Raum: Was sind die Pläne des Portugiesen mit dem Ex-Bayern-Star?

Gibt er Schweinsteiger eine faire Chance oder spielt der Teammanager weiter Spielchen?

Nicht gemeldet für Europa League

Für Manchester United steht als nächstes die Partie in der UEFA Europa League (LIVE im TV auf SPORT1) bei Fenerbahce Istanbul auf dem Spielplan. Ein Einsatz dort kommt für Schweinsteiger sicher nicht in Frage: Für Europa wurde er von Mourinho gar nicht gemeldet. Damit ist Schweinsteiger in diesem Wettbewerb nicht spielberechtigt.

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Anders sieht es in der Premier League aus. ManUnited muss am kommenden Sonntag bei Swansea City ran (ab 16 Uhr im LIVETICKER), Schweinsteiger könnte theoretisch im Kader stehen. Oder sogar in der Startelf.

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Spielpraxis fehlt

Viele Fans der "Red Devils" äußern diesen Wunsch schon länger in den sozialen Medien. Denn im Mittelfeld der Mannschaft mangelt es an Stabilität.

Königstransfer Paul Pogba zeigt schwankende Leistungen, ist aber allein schon wegen seiner Ablöse von über 100 Millionen Euro gesetzt. Neben dem Franzosen spielen meist Ander Herrera oder Marouane Fellaini. Eine Bank sind der Spanier und der Belgier aber auch nicht.

Die Highlights von Manchester United gegen FC Burnley im Video:

Ob aber Schweinsteiger seinerseits Manchester gleich weiterhelfen könnte, steht auf einem anderen Blatt. Zwar bereitete er sich in Sonderschichten mit einem Privattrainer auf ein mögliches Comeback vor – doch unter Wettkampfbedingungen gespielt hat Schweinsteiger seit Monaten nicht.

Schweinsteiger weiter auf Abschussliste?

In englischen Medien wird ohnehin davon ausgegangen, dass Schweinsteigers Rückkehr ins Training keinesfalls bedeuten muss, dass er auch wieder spielen soll.

Laut Manchester Evening News sucht United weiterhin nach einem Klub, zu dem man Schweinsteiger abschieben kann.

Dafür spräche auch, dass Schweinsteiger in der Bilanz des börsennotierten Vereins als "Profi, der nicht mehr als Spieler der ersten Mannschaft gesehen wird" eingestuft wurde.

Aus dem Papier ging auch hervor, dass die Vereinsführung grundsätzlich bereit wäre, die an den FC Bayern überwiesene Ablösesumme von 6,7 Millionen Pfund abzuschreiben.

Rund 130.000 Pfund pro Woche

Trotzdem: Schweinsteiger verdient derzeit rund 130.000 Pfund pro Woche. Und er hat bewiesen, dass er kein Problem damit hat, sich diese auch nur für Tribünenbesuche im Old Trafford überweisen zu lassen. Ein überhasteter Abgang in der letzten Transferperiode kam für Schweinsteiger nicht in Frage.

Einen neuen Arbeitgeber, der ihm ein nur annähernd vergleichbares Gehalt zahlen würde, muss erst einmal gefunden werden.

Das geht vielleicht ein bisschen leichter, indem Schweinsteigers Image wieder ein wenig aufpoliert wird – zumindest durch die Aufhebung des Training-Banns. Ein Einsatz in der Premier League würde Schweinsteigers Marktwert ungleich mehr steigern.

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