Video

Liverpool verspielt innerhalb von zehn Tagen zwei seiner Saisonziele. Nach der Blamage im FA-Cup gegen einen Zweitligisten zeigt sich Reds-Coach Jürgen Klopp einsichtig.

Die Krise beim FC Liverpool spitzt sich zu. Nachdem sich die Elf von Trainer Jürgen Klopp in der vergangenen Woche zunächst eine 2:3-Heimpleite gegen Swansea City leistete und dann aus dem League Cup geflogen war, ließen sich die Reds erneut übertölpeln.

In der 4. Runde des FA-Cup blamierte sich Liverpool an der Anfield Road bis auf die Knochen und schied gegen Zweitligist Wolverhampton Wanderers mit 1:2 aus. 

Es dauerte nur wenige Minuten, bis sich die ersten Kritiker zu Wort meldeten. In Bezug auf die Tiefe des englischen Fußballs zeige Klopp einen Mangel an Kenntnis und Respekt, twitterte Ex-Star Gary Lineker, der in England zu den wichtigsten TV-Experten zählt.

Konkret ging es Lineker um die Aufstellung des deutschen Trainers, der zahlreiche Stars schonte oder sie erst nach der Pause ins Spiel nahm.

Er trage "zu einhundert Prozent" die Verantwortung, sagte Klopp unmittelbar nach der Pleite zu BT Sport. "Mir steht es nicht zu, einzelne Spieler zu kritisieren." Dennoch habe er viel über seine Spieler gelernt.

"Ich wurde gefragt, ob dies der Tiefpunkt meiner Liverpool-Zeit ist", so Klopp auf der Pressekonferenz. "Ich weiß es nicht. Falls ja, ist es der perfekte Zeitpunkt zurückzukommen - denn es geht unmöglich noch tiefer." 

Vor allem an der ersten Hälfte hatte "Kloppo" zu knabbern. "Wir sind schlecht gestartet und wurden danach nicht wirklich besser. Es gibt nicht viele guten Dinge zu erzählen", gab der deutsche Trainer zu.

"Albtraumwoche geht weiter"

Nach dem erneuten Desaster wird der Gegenwind für Klopp und sein Team immer stärker.

"Die Albtraumwoche der Reds geht weiter", titelte der Mirror, der vo einer "erniedrigenden Niederlage"  schreibt. "Unglaublicherweise verliert Liverpool innerhalb einer Woche zum dritten Mal in Anfield - und dieses Mal sogar gegen ein Zweitligateam, das im Abstiegskampf steckt."

Richard Stearman brachte die Gäste bereits in der 1. Minute in Führung, der Österreicher Andreas Weimann legte in der 41. Minute nach. Divock Origi erzielte in der 86. Minute nur noch den Anschlusstreffer.

Klopp verzichtete wie schon im Liga-Pokal zunächst auf einige Stammspieler. Emre Can, Philippe Coutinho und Daniel Sturridge kamen erst im Laufe der zweiten Halbzeit zum Einsatz.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel