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Michael Zorc findet deutliche Worte für das Nachtreten von Ciro Immobile gegen Borussia Dortmund © Getty Images

Ciro Immobile teilt nach seinem Wechsel weg von Borussia Dortmund kräftig aus, nimmt Teamkollegen und Trainer Klopp ins Visier. Sportdirektor Zorc reagiert mit drastischen Worten.

Sportdirektor Michael Zorc hat mit drastischen Worten auf den Rundumschlag von Ciro Immobile gegen Borussia Dortmund reagiert.

"Wenn diese Aussagen so gemacht worden sind, finde ich sie zum Kotzen", sagte Zorc dem kicker und legte dem italienischen Stürmer nahe, sich an die eigene Nase zu fassen.

"Anstelle Vorwürfe gegen Mitspieler, Trainer und Klub zu erheben, wäre ein bisschen Selbstkritik angebracht gewesen", ergänzte Zorc.

Immobile geht Klopp und Mitspieler an

Immobile hatte nach seinem Transfer zum FC Sevilla insbesondere Trainer Jürgen Klopp, kritisiert.

"Ich habe in Deutschland sehr gelitten", klagte der Stürmer in der spanischen Zeitung El Pais: "Wir haben keine Hilfe bekommen, ich nicht und meine Familie auch nicht. Wir haben sehr gelitten."

Teures Missverständnis

Immobile war vor der Saison 2014/15 als Torschützenkönig der Serie A für fast 20 Millionen Euro zum BVB gewechselt.

Die Erwartungen als Nachfolger von Robert Lewandowski (zum FC Bayern München) konnte er nie erfüllen, in 34 Pflichtspielen gelangen ihm zehn Tore.

Auf die Frage, warum er gescheitert sei, antwortete er: "Da muss man die Schuld aufteilen. Ich konnte kein Deutsch, hätte mir von meinen Kollegen aber auch mehr Hilfe erhofft. Aber man kann die Kultur eines Landes eben nicht ändern." Er fügte an: "Deutsch ist eine unmögliche Sprache."

Auch die Angewohnheit der Deutschen, bereits um 19 Uhr zu Abend zu essen, fand er seltsam. In Spanien esse man erst um 23 Uhr, das komme ihm eher entgegen. 

Immobile: Wenig Taktikarbeit unter Klopp

Der Italiener nimmt auch Trainer Jürgen Klopp ins Visier: "Wir haben in der Vorbereitung viel gearbeitet, in der Woche dann kaum. Die Video-Analyse hat höchstens 20 Minuten gedauert."

Immobile ergänzte, dass aktuell pausierende Coach "viel an der Motivation" arbeite und "das Maximum aus seinen Spielern" heraushole, aber "auf taktischer Ebene" wenig getan wurde.

Zorc kanzelte den Italiener für seine Beschwerde ab. "Das ist Nachtreten, dafür gibt es die Rote Karte", sagte der BVB-Sportdirektor.

Inzwischen spielt Immobile für den FC Sevilla, der ihn für drei Millionen Euro inklusive Kaufoption ausgeliehen hat. Klopp, der seinen Vertrag mit Dortmund im Sommer aufgelöst hat, gab am Dienstag Olympique Marseille einen Korb.

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