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München und Madrid - Atletico-Coach Diego Simeone wird wegen des Ballwurf-Skandals gegen Malaga für drei Spiele gesperrt - und verpasst damit komplett das restliche Meisterschaftsrennen.

Atletico Madrids Trainer Diego Simeone ist vom spanischen Fußballverband (RFEF) mit einer Sperre von drei Spielen belegt worden - und verpasst damit den kompletten Endspurt im Rennen um die Meisterschaft in der Primera Division.

Das gab der RFEF am Mittwoch wenige Stunden vor Atleticos Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Bayern (ab 20.15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) bekannt.

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Simeone wird dafür zur Verantwortung gezogen, dass beim 1:0 gegen den FC Malaga kurz vor der Halbzeit aus der Nähe der Atletico-Bank ein zweiter Ball aufs Spielfeld geflogen war, der einen Konter des Gegners unterbrach. Obwohl der Ball wohl von einem Balljungen kam, hatte Schiedsrichter Mateu Lahoz den Atletico-Coach infolge der Aktion auf die Tribüne verwiesen.

Simeone zeigt sich einsichtig

"Es ist klar, dass der Schiedsrichter mit der Strafe die richtige Entscheidung getroffen hat, wenn ein Ball aus dem Umfeld der Auswechselbank aufs Feld fliegt. Er hat getan, was er tun musste - den Trainer auf die Tribüne verweisen. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen", hatte Simeone nach dem Spiel erklärt.

Im entsprechenden Artikel des RFEF-Regelwerks heißt es, dass "für den Fall, dass der Urheber nicht identifiziert werden kann, der Cheftrainer vom Platz gestellt [...] und mit mindestens drei Spielen Sperre belegt wird".

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Atletico hatte offenbar vergeblich versucht, den Vorfall auf den Balljungen abzuschieben - dann wäre der Platzverantwortliche Carlos Pena für das Fehlverhalten bestraft worden.

Simeone verpasst durch die Sperre die finalen drei Partien in der spanischen Liga gegen Rayo Vallecano, bei UD Levante und gegen Celta Vigo. Mit 82 Zählern rangiert Atletico nach 35 von 38 Spieltagen punktgleich mit Tabellenführer FC Barcelona und einen Punkt vor Stadtrivale Real auf Rang zwei.

Die Champions-League-Spiele gegen den FC Bayern sind von der Sperre nicht betroffen.

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