Nach dem turbulenten Topspiel der Serie A zwischen Rekordmeister Juventus Turin und dem AS Rom (3:2) am Sonntag hat Italiens Verband Geldstrafen gegen beide Klubs wegen des Fehlverhaltens ihrer Fans verhängt.

Auf der Tribüne hatten Anhänger Feuerwerkskörper abgeschossen und Laserpointer verwendet. Juventus muss 30.000 Euro bezahlen, Rom 20.000.

Gegen Roms Trainer Rudi Garcia wurde zudem eine Strafe von 5000 Euro ausgesprochen. Der Coach hatte den Großteil der Partie von der Tribüne beobachten müssen, nachdem er von Schiedsrichter Gianluca Rocchi dorthin verwiesen worden war.

Das Match sorgte noch am Montag für hitzige Diskussionen. Sogar das Parlament in Rom befasst sich mit dem Fall des Schiedsrichters, der beschuldigt wird, die Römer klar benachteiligt zu haben.

In einer hektischen Schlussphase sahen Juve-Stürmer Alvaro Morata und Roms Kostas Manolas nach einem Handgemenge die Rote Karte (89.). Mit drei Elfmetern und einem abseitsverdächtigen Siegtor erwies sich das Spiel als besonders turbulent.

Roma-Kapitän Francesco Totti protestierte vehement. "Seit Jahren passieren immer wieder die gleichen Sachen, die die Meisterschaft beeinflussen", klagte der Routinier: "Solange Juve spielt, wird es immer wieder so laufen."

Der Fall beschäftigt jetzt auch das Parlament. Marco Miccoli, ein Parlamentarier der Demokratischen Partei (PD), der Gruppierung von Regierungschef Matteo Renzi, erklärte, dass er die Börsenaufsichtsbehörde Consob aufgerufen habe, um eine Untersuchung einzuleiten.

Beide Klubs sind an der Mailänder Börse notiert. Die AS-Aktien fielen am Montag in den Keller. Die Juventus-Aktien legten dagegen zu.

Rocchis Leistung hätte "die Glaubwürdigkeit des Landes unterwandert", sagte der Abgeordnete.

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