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Lothar Matthäus
Lothar Matthäus wurde 1991 Weltmeister © getty

Weltmeister-Zoff zwischen Lukas Podolski und Lothar Matthäus: Der designierte Neuzugang von Inter Mailand hat sich via Twitter gegen die Kritik des Rekord-Nationalspielers gewehrt und damit Matthäus auch gleich zur nächsten Aussage provoziert.

"Ich finde es schon sehr amüsant, dass ausgerechnet Matthäus mir Tipps gibt, wie ich mich verhalten soll", schrieb Podolski und garnierte seine Nachricht mit den Hashtags "Erfolgscoach" und "Greenkeeper".

Matthäus hatte Podolski am Samstag bei "Sky" attackiert. "Er twittert mehr, als er spielt", sagte der ehemalige Weltfußballer: "Er sollte sich mehr auf Fußball konzentrieren."

Im "Express" legte Matthäus am Sonntag nach. "Ich finde: Twitter ist sexy, aber er sollte mehr Fußball spielen als twittern. Durch seine Reaktion hat er das jetzt ja wieder bestätigt", sagte Matthäus: "Er ist nicht fokussiert. Dabei hat er jetzt eine große Aufgabe vor sich, für die ich ihm alles Gute wünsche."

Der 53-Jährige sieht den bevorstehenden Wechsel des früheren Kölners vom FC Arsenal nach Mailand als Abstieg.

"Die italienische Liga hat an Glanz verloren. Viele Skandale, keine Infrastrukturen mehr", sagte Matthäus: "Teams wie Inter oder AC, die in den 90er Jahren Fußballgeschichte geschrieben haben - mit Stars wie Gullit, van Basten, Hansi Müller oder Karl-Heinz Rummenigge - die haben an Glanz verloren, an Attraktivität verloren. Deswegen spielen die Topspieler nicht mehr in Italien, sondern in Deutschland, England und Spanien."

Matthäus glaubt allerdings daran, dass Podolski bei Inter wieder zur Stammkraft wird: "Mit Mailand hat er eine Mannschaft, die nicht so gut steht in der Tabelle. Er wird daher sicher auch - er ist ja der Königstransfer von Inter in der Winterpause - seine Spielzeit bekommen, und dann kann er zeigen was er kann."

Podolski war am Freitag in Mailand gelandet und hatte am Samstag den Medizincheck absolviert.

Bereits beim Nachmittagstraining traf der 29-Jährige Inter-Trainer Roberto Mancini.

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