Video

Mario Gomez vom AC Florenz hat seinem Nationalmannschaftskollegen Lukas Podolski nach dessen schwachem Start bei Inter Mailand den Rücken gestärkt.

"Lukas kam in eine ganz andere Realität, da der italienische Fußball nicht mit der Premier League oder der Bundesliga zu vergleichen ist", erklärte Gomez im Kicker.

Das Defensivverhalten sei ein anderes, die Räume seien anders, die Plätze ebenfalls. Deshalb ist für Gomez klar: "Da kommt man nicht hierher und spielt seinen Stiefel runter. Zudem bekam er bei Arsenal selten Spielpraxis und war noch verletzt." In seinen bisherigen sechs Einsätzen für Inter Mailand blieb Podolski ohne Treffer.

Gomez sieht aber auch ein allgemeines Problem für kürzlich verpflichtete Spieler. "Heutzutage räumt man Neuzugängen kaum noch Eingewöhnungszeit ein. Bei Inter und Lukas sind die Erwartungen freilich noch höher und die Leute fordern, dass alles ganz schnell gehen muss." Deshalb fordert der Mittelstürmer: "Gebt ihm etwas Zeit, oft zahlt sich Geduld aus.

Gomez hat in der Vergangenheit bei Florenz aber auch Erfahrung mit der Schnelllebigkeit des Fußball-Geschäfts hinter sich. Es wurden ihm sogar mentale Probleme unterstellt. Nach seinen Tor-Lauf titulierte ihn eine italienische Zeitung als "Kaiser des Strafraums".

"Ich sagte mir zuletzt oft: Wenn es irgendwann wieder läuft, schaust du schmunzelnd darauf zurück, wie schnelllebig der Fußball ist. Das haben die vergangenen drei Spiele bewiesen", sagte Gomez.

In den vergangenen drei Spielen, in denen er zum Einsatz kam, erzielte der 29-Jährige fünf Treffer. Deshalb kommt der Mittelstürmer zu einem zweischneidigen Ergebnis im Bezug auf die vorangegangene Kritik an seiner Person: "Eigentlich verrückt, doch daran ist nichts zu ändern."

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel