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Luciano Moggi (h.) will ins Fußballgeschäft zurückkehren
Luciano Moggi war Sportdirektor bei Juventus Turin und galt als zentrale Figur im Manipulationsskandal 2006 © Getty Images

Das Oberste Gericht in Rom hat die Haftstrafe gegen den früheren Fußball-Funktionär Luciano Moggi (77) im Zuge der Aufarbeitung des Wettskandals "Calciopoli" aufgehoben.

Nach mehrstündiger Beratung entschied das Gericht am späten Montagabend in letzter Instanz, die Vorwürfe gegen den ehemaligen Sportdirektor von Juventus Turin seien verjährt. Moggi war zur Last gelegt worden, er habe Spiele verschoben und Schiedsrichter bestochen. Auch der frühere Geschäftsführer von Juventus, Antonio Giraudo, wurde wegen Verjährung freigesprochen.

Mit dem Urteil ist die juristische Seite des Wettskandals von 2006 abgeschlossen. "Ein riesiges Verfahren, das neun Jahre lang gelaufen ist, hat zu nichts geführt", betonte Moggi. Als zentrale Figur war er in erster Instanz zu fünf Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden, dagegen hatte er Berufung eingelegt. Die Haftstrafe war zweitinstanzlich 2013 auf zwei Jahre und vier Monate verkürzt worden.

Moggi war zusätzlich zu einem lebenslangen Berufsverbot im Fußball verurteilt worden, Turin wurden die Meistertitel aus den Jahren 2005 und 2006 aberkannt.

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