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Mailand - Mit großen Erwartungen in Mailand gestartet, steht Lukas Podolski dort mehr denn je in der Kritik. Im SPORT1-Interview erklärt der Nationalspieler, wie er damit umgeht.

Von Michael Gößl

Was waren die Erwartungen groß, als Lukas Podolski Anfang des Jahres vom FC Arsenal zu Inter Mailand wechselte. Nicht nur bei seinem neuen Verein, sondern vor allem bei ihm selbst. Es sollte für ihn persönlich nach der insgesamt enttäuschenden Zeit in England ein Neuanfang werden.

Das bisherige Resultat? Ernüchternd. Die italienische Presse hat ihn nach der jüngsten Pleite am Sonntag gegen den AC Florenz endgültig als einen der Hauptschuldigen ausgemacht. Die Euphorie, die sein Wechsel erzeugt hat: verflogen.

SPORT1 traf den Nationalspieler nach der Partie in Mailand zum Gespräch. Das komplette Exklusiv-Interview ist sehen Sie heute Abend ab 18.30 Uhr bei Bundesliga Aktuell im TV auf SPORT1.

Darin spricht der 29-Jährige unter anderem über...

die 0:1-Niederlage gegen den AC Florenz: "Klar sind wir enttäuscht. Die Mannschaft und ich haben uns mehr erhofft. Wir haben uns schwer getan gegen einen guten Gegner, der den Ball gut hat laufen lassen. Wir haben wenige Mittel gefunden. Erst gegen neun oder acht Feldspieler sind wir mit Flanken von außen zu Chancen gekommen. Das ist für unsere und meine Ansprüche zu wenig, wenn man zuhause in einem wichtigen Spiel verliert."

die Kritik an seiner Person: "Das muss man im Profifußball wegstecken. Es geht auch in die andere Richtung, also positiv. Ich mache mir nichts daraus, wenn die Medien und Leute mich kritisieren. Ich weiß, es ist das Profigeschäft, das gehört dazu. Wichtig ist, dass man weiß, was man an sich verbessern muss. Die Leute wollen einen immer am Boden sehen!"

seine ersten Monate in Mailand: "Das halbe Jahr war für mich ganz schwer. Ich habe keinen Rhythmus gehabt. Die Leistungen am Anfang waren ganz okay. Was einfach fehlt, ist das Tor, was ich mir auch erhoffe. Man kann nicht auf einen Schalter drücken. Ich will auch jedes Spiel treffen, gut spielen und Tore vorbereiten. Aber aktuell hakt es noch. Man kann immer diskutieren, vielleicht wäre es woanders besser gelaufen. Vielleicht wäre es woanders aber auch schlechter gelaufen."

Lukas Podolski saß beim FC Arsenal in dieser Saison hauptsächlich auf der Bank
Lukas Podolski saß vor seinem Wechsel zu Inter Mailand beim FC Arsenal hauptsächlich auf der Bank © getty

das anstehende Duell mit dem VfL Wolfsburg in der Europa League: "Ich kann ja leider nicht mitwirken, hätte mich aber gefreut. Es wird ein schweres Spiel, die Wolfsburger sind in der Offensive sehr stark. Das haben sie in der Bundesliga bewiesen. Sie sind auch in der Europa League souverän weitergekommen. Es wird ein hartes Spiel. Das Gute ist vielleicht, dass wir zuerst auswärts spielen. Das ist vielleicht etwas einfacher."

die Gründe für seine Nichtberichtigung in der Europa League: "Es war vorher so abgesprochen. Klar will man immer spielen. Der Klub hat den Fokus aber auf die Liga gelegt. Leider sind dort die Spiele noch nicht positiv verlaufen."

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