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Parma FC v Hellas Verona FC - Serie A
Der FC Parma muss seinen Neuanfang in der kommenden Saison in der Serie D starten © Getty Images

Der Niedergang des bankrotten Ex-Europacupgewinners FC Parma hat einen neuen Tiefpunkt erreicht.

Nachdem bis zum Fristablauf am Montagnachmittag kein Investor den bankrotten Erstliga-Absteiger samt über 200 Millionen Euro Schulden übernehmen wollte, ist der Verein endgültig ins Amateur-Lager abgestürzt.

Nach Angaben der Insolvenzverwalter muss Parma in der kommenden Saison seinen Neuanfang sogar in der Serie D als Italiens höchster Amateur-Fußballklasse statt wenigstens in der zweitklassigen Serie B starten.

Parmas letzte Hoffnungen auf den Erhalt des Profi-Status hatten sich kurz vor Ende der Frist für eine Übernahme zerschlagen.

Als letzter Interessent war der Italiener Giuseppe Corrado abgesprungen, nachdem am Vorabend schon der Italo-Amerikaner Mike Piazza aus den Verhandlungen mit den Insolvenzverwaltern ausgestiegen war.

Noch für Montag war auf Konferenzen mit Gläubiger-Vertretern sowie dem zuständigen Konkursrichter die Abstimmung der nächsten Schritte geplant.

Dem Absturz der Norditaliener in die vierte Liga war eine zermürbende Zitterpartie vorausgegangen.

Nach der amtlichen Konkursfeststellung hatten bis Mai gleich zwei Auktionen, bei denen das Mindestgebot zuletzt auf 15 Millionen Euro gesenkt worden war, keinen neuen Käufer für den Verein aus der Emilia Romagna gebracht.

Um die finanzielle Lage bei ihrem Klub zumindest etwas zu entspannen, hatten die Spieler zuletzt sogar auf Gehaltszahlungen verzichtet. Parmas bisheriger Präsident Gianpietro Manenti sitzt seit Mai wegen des Verdachts der Geldwäsche sowie des Internet- und Kreditkartenbetruges in Haft.

Parma hatte die abgelaufene Saison durch zwei Punktabzüge als Schlusslicht der Serie A abgeschlossen.

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