vergrößernverkleinern
Xherdan Shaqiri schüttelte im Kosovo dem Imam Shefqet Krasniqi die Hand
Xherdan Shaqiri schüttelte im Kosovo dem Imam Shefqet Krasniqi die Hand © facebook.com

Fotos von Xherdan Shaqiri in seinem Geburtsland Kosovo sorgen für mächtig Aufsehen. Der ehemalige Spieler des FC Bayern ist mit einem als radikal geltenden Imam zu sehen.

Drei Fotos von Xherdan Shaqiri sorgen für mächtig Aufsehen. Bei seiner Reise in sein Geburtsland Kosovo ist der Schweizer Nationalspieler mit Shefqet Krasniqi zu sehen.

Der Imam der größten Moschee von Pristina gilt als radikal und war mit 14 anderen mutmaßlichen Islamisten im September 2014 wegen Verdachts auf Terrorismus und Anstiftung zum religiösen Hass festgenommen worden - als Teil einer größeren, auch von den USA begrüßten Festnahme-Serie. Kurz darauf kam er jedoch wieder frei.

"Er ist wie jeder andere Fan zu mir gekommen und hat um ein Foto gebeten. Das passiert auch im Kosovo relativ oft und ich komme dieser Bitte immer nach. Seine Bitte abzuschlagen, wäre unhöflich gewesen", erklärte Shaqiri auf seinem Facebook-Profil, wie das Bild zu Stande gekommen sei.

Auf mehreren, vom Imam auf Facebook verbreiteten, Fotos ist der Mittelfeldspieler von Inter Mailand zu sehen, wie er Krasniqi die Hand schüttelt. Albanische Medien hatten berichtet, dass Shaqiri einer Einladung des Imams gefolgt sei.

"Er kam einfach zu mir, er kam bei uns vorbei", dementiert Shaqiri die Gerüchte und erklärt weiter: "Ich kann nicht jeden Menschen, mit dem ich ein Foto mache, überprüfen, ob er vielleicht vorbestraft ist oder nicht."

In der Erklärung auf seiner Facebook-Seite fügt der ehemalige Bayern-Akteur hinzu: "Dass dieser Imam mit Terrorismus in Verbindung gebracht wird, war mir nicht bekannt." Und versichert: "Wir Shaqiris sind gläubige Moslems! Alles Radikale liegt uns aber fern!"

Die Art und Weise, wie das Foto nun an die Öffentlichkeit gelangt ist, ärgert Shaqiri: "Was ich aber aufs schärfste verurteile, sind Leute, welche meine Popularität ungefragt für ihre Anliegen nutzen und Medien, welche unnötigerweise Leute gegeneinander aufhetzen."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel