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Mario Gomez wird künftig für den türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul auflaufen © Getty Images

Nach dem Wechsel von Mario Gomez zu Besiktas Istanbul hat sich Aldo Serena über dessen Scheitern in Florenz geäußert.

"Er hat nie den Eindruck gemacht, in das Projekt der Fiorentina integriert zu sein. Nach seinen Jahren bei Bayern musste er sich an ein neues Ambiente, an einen neuen Fußball gewöhnen, das ist nicht leicht", sagte Italiens Ex-Nationalspieler im Gespräch  mit SPORT1.

"Ich war auch ein großgewachsener Stürmer, physisch stark, ein wenig mit Gomez‘ Eigenschaften. Doch man muss sich etwas in den Dienst der Mannschaft stellen, dann spielt auch die Mannschaft für dich. Er schien nicht wirklich synchronisiert mit den anderen."

Der Stürmer, der 1990 mit Italien an der WM im eigenen Land teilnahm, verweist aber auch auf Gomez zahlreiche Verletzungen während der zwei Jahre in der Toskana.

"Die Verletzungen haben eine große Rolle gespielt. Er hatte nie viele Spiele in Folge gemacht, die mangelnde Kontinuität hat ihm geschadet", erklärte er.

"Florenz hat sehr leidenschaftliche Fans, im ersten Jahr haben sie ihn quasi nicht angegriffen. Dann kam Kritik auf und er hat seine Sicherheit verloren."

Dabei sei das Spiel von Florenz unter Trainer Montella offensiv ausgerichtet gewesen, Gomez habe auch viele Bälle im Strafraum bekommen. "Es ist ein Mysterium, warum er es, abgesehen von den Verletzungen, nicht geschafft hat."

Und Serena sprach auch über die zahlreichen von Gomez vergebenen Großchancen: "Wenn in Italien ein Stürmer in einem Team wie Juve oder Milan zwei Chancen auslässt, muss er die dritte machen. Sonst gibt es Kritik. In Florenz ist es nicht so, trotzdem wirkte er wie gebremst und mental nicht frisch."

Die Enttäuschung der Fans sei jetzt groß, weil sich jeder "eine Tormaschine" erwartet habe. Die Fiorentina zahlte 2013 für Gomez gut 20 Millionen Euro Ablöse an den FC Bayern.

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