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Die lebende Legende des AS Rom hält nach dem Wechsel Gonzalo Higuains eine Brandrede. Er sei ein Desaster, Profis verhielten sich wie Nomaden.

Wohl kaum ein Fußballer steht so sehr für Vereinstreue wie Francesco Totti.

Seit 1993 spielt der Italiener für AS Rom, in den 23 Jahren lief er 735 für die Wölfe auf und erzielte 298 Tore.

Higuain-Wechsel Verrat an Fans

Als die lebende Roma-Legende nun vom Wechsel Gonzalo Higuains (drei Jahre im Trikot des SSC Neapel) zu Juventus Turin erfuhr, sagte er Gazzetta World: "Das ist ein Desaster!"

Totti führte seine Begründung aus: "Die Leute gehen ins Stadion, um Spaß zu haben und Spieler zu sehen, die immer in der gleichen Mannschaft spielen. Sie erwarten, dass sie nicht verraten werden."

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Man solle nun schauen, "was jetzt mit Higuain passiert ist. Hätte ich immer nur an Geld gedacht, hätte ich Rom vor zehn Jahren verlassen. Aber für mich ist das eine Leidenschaft."

Totti: "Ein bisschen wie Nomaden"

Higuain wurde mit Neapel in der vergangenen Saison der Serie A Vize-Meister. Der Argentinier stellte mit 36 Toren einen neuen Liga-Rekord auf. Seinen Wechsel lässt sich Juve satte 90 Millionen Euro kosten.

Damit ist er nach Gareth Bale und Cristiano Ronaldo (beide Real Madrid) der drittteuerste Fußball-Profi aller Zeiten.

Neapels Präsident Aurelio De Laurentiis bezeichnete Higuain bereits als "Verräter, und damit übertreibe ich nicht." Fans des SSC ließen sich Tattoos des Stürmers entfernen.

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Spieler "ein bisschen wie Nomaden"

"Das Wichtigste im Fußball ist das Geld. Es gibt nur wenige Sportler, die mit dem Herzen entscheiden", teilte Totti mit: "Sie gehen irgendwo anders hin, um zu gewinnen und Geld zu verdienen. Ein bisschen wie Nomaden."

Totti selbst ist anders.

Die Ikone geht aktuell in seine letzte Saisonvorbereitung. Im Sommer 2017 ist Schluss.

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