vergrößernverkleinern
Hakan Sükür gewann 2000 mit Galatasaray den UEFA-Cup
Hakan Sükür gewann 2000 mit Galatasaray den UEFA-Cup © Gety Images

Dem früheren Fußball-Star Hakan Sükür droht in seinem Heimatland Türkei eine mehrjährige Gefängnisstrafe. Der Grund: Der Volksheld soll Präsident Erdogan beleidigt haben.

Hakan Sükür ist in der Türkei ein Volksheld. Mit Galatasaray Istanbul gewann der Stürmer 2000 den UEFA-Cup, 2002 erzielte er für die Türkei das schnellste Tor der WM-Geschichte. 51 Mal trug er das Trikot seines Heimatlandes.

Nun droht dem 44-Jährigen eine Gefängnisstrafe. Sükür wird angeklagt, weil er über Twitter beleidigende Aussagen über Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan verbreitet haben soll.

Hakan Sükür wurde 2002 mit der Türkei WM-Dritter
Hakan Sükür wurde 2002 mit der Türkei WM-Dritter © Getty Images

Nach dem Antrag der Staatsanwaltschaft soll er dafür bis zu vier Jahre ins Gefängnis.

In der Türkei sind seit Erdogans Wechsel in das Amt des Staatschefs vor anderthalb Jahren mehr als hundert Verfahren wegen des Vorwurfes der Präsidentenbeleidigung eingeleitet worden. 

Sükür wurde nach dem Ende seiner aktiven Kariere von Erdogan selbst in die Politik geholt. Für dessen Regierungspartei AKP zog er 2011 ins Parlament ein. 2013 trat er aus Protest gegen den Umgang der Regierung mit der sogenannten Gülen-Bewegung wieder aus der Partei aus.

Die Anwälte von Sükür, der sich aktuell in den USA aufhalten soll, bestreiten den Vorwurf der Präsidentenbeleidigung.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel