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2011 gab es einen massiven Manipulationsskandal in der Türkei © Getty Images

Im Zusammenhang mit dem Manipulationsskandal im türkischen Fußball von 2011 hat die Polizei am Dienstag insgesamt 43 Verdächtige vorläufig festgenommen.

Die Sicherheitskräfte führten in 28 Orten des Landes Untersuchungen vor, wobei insgesamt 60 Personen im Visier der Fahnder waren. Unter den Festgenommenen befinden sich auch Polizisten, Anwälte und Journalisten. Fußballprofis waren von der Aktion nicht betroffen.

In der Saison 2010/11 soll Fenerbahce Istanbul den Titel gekauft haben. Der damalige Klub-Präsident Aziz Yildirim war anschließend zunächst zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Ihm wurde die Bildung und Führung einer kriminellen Bande vorgeworfen.

Nach der Bestätigung des Richterspruchs in zweiter Instanz war das Urteil allerdings später annulliert und eine Wiederaufnahme des Verfahrens angeordnet worden.

Die aktuellen Festnahmen seien im Rahmen von Ermittlungen gegen die Anhänger des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen erfolgt, einem Erzfeind von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Dieser wiederum gilt als gute Freund von Yildirim.

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