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Axel Schulz betrachtet den Mega-Fight zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor als Werbung für den Boxsport © SPORT1-Grafik: Getty Images/ Imago/ Davina Knigge

Der frühere Schwergewichtsboxer Axel Schulz nimmt bei SPORT1 den Mega-Fight zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor unter die Lupe.

Einer der teuersten und spektakulärsten Box-Kämpfe aller Zeiten kommt tatsächlich zustande. UFC-Champion Conor McGregor fordert am 24. August Superstar Floyd Mayweather im Boxring heraus.

Der frühere Schwergewichtsboxer Axel Schulz sieht schwarz für McGregor. "Mayweather wird mit ihm spielen, das wird eine Demonstration seines Könnens", prognostiziert Schulz bei SPORT1.

Der Wille des Iren werde angesichts seiner Unerfahrenheit nicht zum Sieg reichen. "Selbst wenn Mayweather nur mit 50 Prozent boxen würde, hätte McGregor hinten raus keine Chancen", sagte Schulz.

Mayweather "einer der ganz Großen"

Auch im Alter des reichsten Boxers aller Zeiten und seiner langen Abstinenz vom Boxring – zuletzt war der 40-Jährige Mayweather im September 2015 aktiv - sieht Schulz keine Probleme: "Wir Boxer verlernen das nicht komplett und er ist einer der ganz Großen unseres Sports, ein absoluter Superstar."

Schulz ist sich sicher: "Für Mayweather ist das geil, wieder in die Schlagzeilen zu kommen und Publicity zu machen."

Angesichts der scheinbar klaren Unterlegenheit McGregors stellt sich die Frage, warum der Ire überhaupt in einer für ihn fremden Sportart antritt. Für Schulz gibt es da klare Gründe: "Er kann seine Sportart in die Öffentlichkeit rücken, etwas hochbringen. Das ist doch geil."

Kampf "schon länger abgesprochen"

Auch die Börse stimme. Außerdem sei McGregor ein Kämpfer und gut in Form, denn Schulz ist sich sicher: "Die beiden haben das schon länger abgesprochen", McGregor stecke schon länger in der Vorbereitung.

Auf eine komplette Demontage McGregors wird das Duell nach Schulz' Ansicht nicht herauslaufen. Aus zwei Gründen: McGregors Kämpferherz, der auch im Boxring seine Schwächen nicht offenlegen will, und der Konzeption des Mega-Duells.

"Das ist natürlich nur ein Show-Kampf, ein Geschäft", sagt Schulz. "Mayweather wird ihn sicher nicht gleich in der ersten Runde k.o. schlagen. Die Hauptsache ist nämlich, dass es eine geile Show wird."

Schulz freut sich auf "Highlight"

Für Schulz ist es eine Nebensache, dass der sportliche Wert durch die ungleichen Voraussetzungen begrenzt ist. "Es ist einfach gut, dass das Boxen wieder einmal in den Mittelpunkt rückt, sowas pusht. Das ist gerade für Deutschland wichtig, denn hier ist es aktuell leider am Abschmieren", sagt er bei SPORT1 und zieht einen historischen Vergleich.

"Muhammad Alis Boxkampf gegen diesen komischen Catcher war auch ein Highlight." Ali hatte sich 1976 ein ungleiches Duell mit dem japanischen Wrestler Antonio Inoki geliefert – und sich knapp zu einem Unentschieden gerettet.

Geht es nach Schulz, wird auch das Duell zwischen dem Box-Superstar und dem UFC-Champion für Mayweather enden. Der würde seine unglaublich Kampfbilanz auf 50-0 ausbauen.

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