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Oscar Pistorius erschoss seine Freundin Reeva Steenkamp. © Getty Images

Im Prozess gegen den des Mordes an seiner Freundin Reeva Steenkamp angeklagten Paralympic-Star Oscar Pistorius hat Richterin Thokozile Masipa dem 27-Jährigen in ihrer Urteilsverkündung am Hight Court in Pretoria eine "bewusste Entscheidung" zugeschrieben, aber keinen Vorsatz unterstellt.

Als Pistorius in der Nacht zum 14. Februar 2013 seine Lebensgefährtin durch vier Schüsse durch die geschlossene Toilettentür getötet hatte, habe er die Schüsse bei vollem Bewusstsein abgegeben.

"Der Angeklagte hat die Waffe benutzen wollen", sagte Masipa. Dass er aber auch wusste, dass sich hinter der Tür seine Freundin befand, habe sich nicht beweisen lassen. "Die Schuld ist nicht ausreichend bewiesen, es gibt nur Indizien", führte Masipa aus.

Zuvor hatte die Richterin bereits erklärt, dass Aussagen verschiedener Zeugen der Anklage nicht verlässlich gewesen seien.

Der 27-Jährige Oscar Pistorius wird beschuldigt, Reeva Steenkamp absichtlich durch Schüsse durch die geschlossene Toilettentür seines Hauses getötet zu haben.

Der Angeklagte beteuert, er habe hinter der Tür einen Einbrecher vermutet und sich und Steenkamp schützen wollen.

Der weltweit viel beachtete Prozess hatte am 3. März dieses Jahres begonnen. An 41 Verhandlungstagen wurde 40 Zeugen vernommen.

Die Live-Übertragungen aus dem Gerichtssaal machten das Verfahren zeitweise zu einer Mischung aus herzzerreißender Seifenoper und schockierendem Reality-TV.

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