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Clemens Prokop ist seit 2001 Präsident des DLV

DLV-Präsident Clemens Prokop begrüßt den Gesetzentwurf für ein Anti-Doping-Gesetz in Deutschland.

Das Papier sei laut Prokop ein "Meilenstein in der Geschichte der Dopingbekämpfung". Der Präsident des Deutschen Leichtathletik Verbandes verspricht sich davon "erstmals stringente strafrechtliche Vorschriften gegen Doping. Es wäre ein breiter Weg, der hier beschritten wird gegen die Seuche Doping", sagte Prokop "hr-info".

Prokop kritisierte, dass Deutschland bei der Verfolgung von Doping im Sport deutlich hinter anderen Ländern hinterherhinkt: "Es ist ja ein bisschen problematisch bei der Glaubwürdigkeit, wenn wir von anderen Ländern stringente Maßnahmen einfordern, ohne die zu Hause selbst umzusetzen."

Nach dem neuen Gesetzentwurf aus dem Innen- und dem Justizministerium soll Doping zum Straftatbestand werden. Die uneingeschränkte Besitzstrafbarkeit soll eingeführt werden, die eine Verschärfung der bislang gültigen Strafbarkeit für den Besitz "nicht geringer Mengen" darstellt.

Zudem sollen nicht nur wie bislang die Hintermänner, sondern auch Kaderathleten unter Strafe gestellt werden, wenn sie gedopt haben oder nur in Besitz von Dopingmittel sind.

Dopern droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren, auf Erwerb und Besitz sollen bis zu zwei Jahre Haft stehen.

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