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Doping (Symbolbild)
Russland wird systematisches Doping vorgeworfen © Getty Images

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF will auch den zweiten Teil der ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping" überprüfen und in die bereits laufende Untersuchung einfließen lassen. Das teilte die IAAF mit.

Eine englische Abschrift der Sendung werde an die "unabhängige IAAF-Ethikkomission weitergeleitet" sowie alle beschuldigten Personen um Stellungnahmen gebeten.

Am Sonntagabend hatte auch das Stabhochsprung-Idol Sergej Bubka "zutiefst schockiert" auf die Erkenntnisse der ARD reagiert.

Der Ukrainer gilt als einer der Kandidaten für die Wahl des neuen IAAF-Präsidenten im kommenden Jahr und ist zudem Vizepräsident im Internationalen Olympischen Komitee.

"Wir alle müssen jetzt schnell und transparent handeln, um die Integrität unseres Sports zu schützen", sagte Bubka: "Ich befürworte eine Null-Toleranz-Politik beim Thema Doping, wir müssen beständig und konsequent gegen die größte Bedrohung des Sports im 21. Jahrhundert ankämpfen."

Im Sonntagabend ausgestrahlten zweiten Teil der Dokumentation hatte Walentin Balachnitschew, Präsident des russischen Leichtathletik-Verbandes, den Vorwurf eines staatlich unterstützten Doping- und Korruptionssystems in Russlands Sport zurückgewiesen. "Nach unseren Untersuchungen sind alle Anschuldigungen falsch", wurde Balachnitschew zitiert: "Ich habe mit den Athleten gesprochen.

Alle Informationen entsprechen nicht der Wahrheit."

Zudem wurden in dem Beitrag wirtschaftliche Verbindungen zwischen Russland und Mitgliedern der IAAF-Ethikkomission aufgezeigt.

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