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Clemens Prokop DLV
Clemens Prokop ist seit 2001 Präsident des DLV © Getty Images

DLV-Präsident Clemens Prokop hat für die Zukunft im Bewerberverfahren um sportliche Großveranstaltungen einen Verzicht auf nationale Ausscheidungen gefordert.

Hamburg hatte sich im Duell gegen Berlin als deutsche Bewerberstadt für Olympische Spiele 2024 oder 2028 durchgesetzt.

"Selbst wenn - wie hier - beide Städte mit beeindruckenden Konzepten antreten und die Verantwortlichen beider Städte einen tollen Job machen, gibt es am Ende zwangsläufig einen Unterlegenen", schrieb der Chef des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in einem Gastbeitrag für die Berliner Zeitung.

Mögliche Konsequenzen seien neben der Enttäuschung ein Verzicht auf künftige Bewerbungen oder eine Überprüfung des Engagements im Sport. "Dies gilt es jedoch im Interesse von Städten und Sport zu verhindern", so Prokop weiter.

Stattdessen plädiert der 57-Jährige dafür, dass der Sport in Zukunft die Stadt auswählt. Mit dieser sollte von Beginn an die internationale Bewerbung "partnerschaftlich" betrieben werden. "Bei einem solchen Verfahren würde es nur Gewinner geben", schrieb der Direktor des Amtsgerichts Regensburg.

Prokop, seit 2001 DLV-Präsident, sprach weitere Kritikpunkte des Verfahrens an.

So seien die Verlagerung der Entscheidung von den eigentlich zuständigen olympischen Verbänden ins Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes sowie die begrenzte Transparenz bei der Auswahl der beratenden Experten und die Wertigkeit der eingeholten Umfrage-Ergebnisse als negativ zu werten.

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