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Robert Harting
Robert Harting twitterte eine Grafik, die offenbar seine Blutwerte zeigt © twitter.com/DerHarting

Der Diskus-Olympiasieger reagiert auf die jüngsten Doping-Enthüllungen mit Transparenz. Damit verleiht er seinen Forderungen nach einer Reform des IAAF Nachdruck.

Diskus-Olympiasieger Robert Harting und zwei weitere deutsche Leichtathleten haben nach den jüngsten Doping-Enthüllungen der ARD ihre Blutwerte zur Veröffentlichung freigegeben.

Die Werte von Harting, Geher Andre Höhne und 800-m-Läufer Robin Schembera stammen aus der geheimen Datenbank des Weltverbandes IAAF, die ARD und die britische Zeitung Sunday Times gemeinsam mit den Experten Michael Ashenden und Robin Parisotto ausgewertet haben.

"Wenn eindeutig ist, wie wir arbeiten, und das an unserem Innersten zu erkennen ist - ist doch gar keine Frage, dass man das irgendwie zeigen kann", sagte Harting.

Am Nachmittag twitterte der 30-Jährige eine Grafik, auf der offenbar seine Blutwerte zu erkennen sind. "Das ist Transparenz", schrieb Harting dazu.

Höhne, der inzwischen Trainer ist, sagte in der Sendung: "Ich komme langsam in Erklärungsnot vor den Kindern und Eltern."

Er könne nur noch schwerlich dafür werben, Wettkämpfe zu bestreiten und sich fair zu messen.

"Es muss sich grundlegend etwas innerhalb der IAAF ändern. Vielleicht müssen auch ein paar Personen ausgetauscht werden - definitiv", sagte Höhne und forderte zugleich ein Ende übersteigerter Erwartungen in der deutschen Leichtathletik:

"Wenn ich sehe, dass sich Qualifikationszeiten an der Weltbestenliste orientieren, dann ist das für mich ein Riesenproblem, weil die Athleten bei uns in Deutschland in vielen Disziplinen fast schon gar keine Chance mehr haben."

Gemeinsam mit anderen Athleten wie Harting hatte sich Höhne bereits einige Tage zuvor in einem YouTube-Video für eine grundlegende Reform der IAAF stark gemacht ("Ihr habt meine Kindheitsträume zerstört").

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