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Betty Heidler gewann bereits drei WM-Medaillen
Betty Heidler schaffte als Neunte den Einzug ins Finale © Getty Images

Gewackelt, aber nicht gefallen: Zwei Jahre nach dem Quali-Aus von Moskau hat die frühere Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler ein erneutes Desaster vermieden und ist mit einiger Mühe ins Finale der WM in Peking eingezogen.

"Das ist die einzige Nachricht, die heute zählt", sagte Heidler, der ein glanzloser neunter Platz reichte, um die Medaillen-Entscheidung am Donnerstag (13 Uhr) zu erreichen. (Die Leichtathletik-WM - täglich im LIVETICKER)

Die 31 Jahre alte Heidler wollte unbedingt um eine erneute Zitterpartie herumkommen, doch die Qualifikation am Mittwochmorgen verlief für die Weltmeisterin von 2007 alles andere als sorgenfrei: Mit allen drei Versuchen vepasste sie die geforderte Weite von 72, 50 m deutlich, mit ihrem besten Wurf auf 70,60 m lag Heidler aber letztlich einen knappen Meter über dem "Cut".

"Training ganz aufs Finale ausgerichtet"

"Letztlich war das vollkommen ausreichend. Der erste Versuch war nicht gut, auch im zweiten hatte ich denselben technischen Fehler drin", sagte Heidler: "Die Quali ist aber morgen vergessen, das Training war ganz auf das Finale ausgerichtet."

In Peking löste auch Heidlers Frankfurter Vereinskollegin Kathrin Klaas das Final-Ticket, die 31-Jährige wurde mit 71,41 m Siebte.

Beste der Qualifikation war Polens Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk mit im ersten Versuch erzielten 75,01 m.

"Immer wieder aufgestanden"

Heidler war mit hohen Erwartungen nach Peking gereist. "Eine Medaille ist auf jeden Fall das Ziel", meinte sie.

Es wäre nach Gold 2007 sowie Silber 2009 und 2011 ihre vierte auf der WM-Bühne, die sie nach dem Scheitern in Moskau eigentlich gar nicht mehr betreten wollte. (Alle Ergebnisse der Leichtathletik-WM im Überblick).

"Aber jetzt bin ich wieder hier, ich bin ja schließlich Leistungssportlerin", sagte der Rotschopf, der das bittere Scheitern in Moskau verarbeitet hat. "Ich bin immer wieder aufgestanden", sagte Heidler.

Wlodarczyk schier übermächtig

In Peking tritt sie als Nummer zwei der Welt an, hat sich vorgenommen, auch die übermächtig erscheinende Wlodarczyk zu attackieren - auch wenn diese am Mittwoch einen ganz starken Eindruck machte.

"Niemand ist unschlagbar. Wenn sie einen schlechten Tag hat und ich einen richtig guten, dann kann ich sie auch packen", sagt Heidler über die Polin, die kurz vor der WM als erste Frau über 80 Meter warf (81,08).

"Wenn es geht, will ich sie ärgern, und das sehr gerne - die mag mich auch nicht. Aber ich glaube, sie mag einfach alle nicht."  

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