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Justin Gatlin
Justin Gatlin fühlt sich von britischen Medien unfair behandelt © Getty Images

Der umstrittene Gewinner der Silbermedaille in Peking fühlt sich von Teilen der Presse unfair behandelt und zieht entsprechende Konsequenzen daraus.

US-Sprinter Justin Gatlin, umstrittener Silbermedaillengewinner bei der WM in Peking über 100 Meter, will künftig britische Medien boykottieren (Die Leichtathletik-WM - täglich im LIVETICKER).

"Justin ist genau wie ich der Meinung, dass die britischen Medien und Journalisten extrem unfair zu ihm gewesen sind. Jede Charakterisierung diente nur dazu, ihn zu verunglimpfen", sagte Gatlins Agent Renaldo Nehemiah dem Guardian: "Um seine Würde zu behalten, glaubt er, dass es das Beste ist, nicht mehr mit ihnen zu sprechen."

Gatlin ist äußerst umstritten, er war bereits zwei Mal wegen Dopings gesperrt (2001 und 2006 bis 2010). Am Sonntag hatte er sich im Sprint-Gipfel, der von den Medien zum Duell "Gut gegen Böse" stilisiert wurde, um eine Hundertstelsekunde Jamaikas Superstar Usain Bolt geschlagen geben müssen (Alle Ergebnisse der Leichtathletik-WM im Überblick).

Gatlin ist wohl besonders auf die BBC schlecht zu sprechen. Der Kommentator des britischen Fernsehens hatte nach Bolts Sieg gesagt: "Er hat seinen Titel behalten, seine Reputation bewahrt - und vielleicht seinen ganzen Sport gerettet."

Zudem sollen Aufnahmen zeigen, wie mehrere BBC-Moderatoren Bolts Sieg gegen Gatlin feiern.

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