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Raphael Holzdeppe war "ein bisschen nervös"
Raphael Holzdeppe ist gegen eine Helmpflicht im Stabhochsprung © Getty Images

Der Weltmeister hält einen Kopfschutz im Stabhochsprung trotz des tragischen Unfalls von Kira Grünberg nicht für sinnvoll - denn dadurch würden neue Gefahren entstehen.

Weltmeister Raphael Holzdeppe hat sich auch nach dem tragischen Unfall der Österreicherin Kira Grünberg gegen eine Helmpflicht im Stabhochsprung ausgesprochen.

"Ich muss ehrlich sagen, dass so eine Helmpflicht vermessen wäre. Die Zuschauer würde das vielleicht beruhigen, weil es für sie sicherer aussieht, weil man es mit dem Rad oder Motorradfahren vergleicht. Aber bleiben wir beim Beispiel Kira: Wenn man sich beim Aufprall einen Halswirbel bricht, dann hätte auch kein Helm etwas gebracht. Der Helm könnte die Verletzung beim Aufprall sogar noch verstärken - das haben auch Studien untersucht", sagte der 25-Jährige dem Internetportal t-online.

Die österreichische Rekordhalterin Grünberg war am 30. Juli im Training in Innsbruck verunglückt und hatte einen Halswirbelbruch erlitten. Die 22-Jährige ist seitdem querschnittsgelähmt.

"Es ist extrem tragisch, was ihr passiert ist. Ich wünsche ihr und ihrer Familie alles Gute und viel Kraft, auch für ihren zukünftigen Weg", sagte Holzdeppe.

Bei der am Samstag in Peking beginnenden WM hat er sich eine Medaille als Ziel gesetzt. Mit der persönlichen Bestleistung von 5,94 m belegt der 25-Jährige in der Jahres-Weltbestenliste Platz zwei hinter "Air France" Renaud Lavillenie (6,05).

"Diese Saison ist von den Höhen, die ich gesprungen bin, bislang die beste meiner Karriere. Deswegen habe ich den Anspruch, eine Medaille zu gewinnen", sagte Holzdeppe.

Es wäre aber vermessen zu sagen, dass er den Titel verteidigen wolle: "Das wird sich erst am Finaltag zeigen. Die Konkurrenz ist bärenstark, stärker als die letzten Jahre, da kommt es stark auf die Tagesform an, aber eine Medaille will ich mit nach Hause nehmen", sagte der Titelverteidiger.

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