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Usain Bolt setzt seinen Siegeszug auf dem Weg zur ultimativen Leichtathletik-Legende fort. Auch über 200 Meter lässt er seinem Dauerrivalen Justin Gatlin keine Chance.

Usain Bolt hat seinen Siegeszug auf dem Weg zur ultimativen Leichtathletik-Legende im Duell mit Justin Gatlin in beeindruckender Manier fortgesetzt (Die Leichtathletik-WM - täglich im LIVETICKER).

Der Superstar aus Jamaika sicherte sich bei der Leichtathletik-WM in Peking nach 2009 und 2013 erneut das Sprint-Double. Vier Tage nach seinem 100-m-Triumph gewann Bolt auch über 200 m gegen seinen Rivalen Gatlin (Alle Ergebnisse der Leichtathletik-WM im Überblick).

Bolt holte sich in 19,55 Sekunden sein insgesamt zehntes WM-Gold ab - und klopfte sich im Ziel auf die breite Brust. Damit vergrößerte der 29-Jährige seinen Vorsprung als erfolgreichster Athlet der WM-Geschichte vor Carl Lewis und Michael Johnson (jeweils achtmal Gold/beide USA).

Justin Gatlin erneut geschlagen

Gatlin kassierte im Zweikampf "Gut gegen Böse" die nächste bittere Pleite. Der bereits zweimal wegen Dopings gesperrte 33-Jährige musste sich nach 19,74 Sekunden wie schon über die 100 m mit Silber begnügen. Bronze gewann Anaso Jobodwana aus Südafrika (19,87).

"Ich bin der bessere 200-m-Läufer, und das werde ich zeigen", hatte Rekordweltmeister Bolt vor dem Finale angekündigt - und seinen Worten einmal mehr Taten folgen lassen. Der Weltrekordler brachte die Fans im "Vogelnest" mit seinem unnachahmlichen Stil zum Ausrasten.

Und so feierte der Schlaks aus Kingston seinen vierten WM-Titel in Serie auf seiner erklärten Lieblingsstrecke. Seit der WM 2007 (Silber hinter Tyson Gay) hat Olympiasieger Bolt kein großes Finale mehr über die halbe Stadionrunde verloren.

Müller-Wohlfahrt bringt Bolt in die Spur

Bolt war im entscheidenden Moment wieder einmal voll da und setzte sich trotz einiger Schwierigkeiten während der Saison die Sprint-Krone auf. Als Gatlin noch von einem Sieg zum nächsten stürmte, lief der schnellste Mann der Welt bis Ende Juli Zeiten, die er früher in Flip-Flops hingelegt hätte.

Wie sich herausstellte, plagte Bolt eine Blockade im Iliosakralgelenk im Rücken, erst nach einer Behandlung bei seinem Leibarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München kehrte er zu alter Stärke zurück. Dass Bolt weiter die Nummer eins der Welt ist und bleibt, hatte er dann schon mit seinem 100-m-Sieg in 9,79 Sekunden bewiesen.

Drittes Gold mit der Staffel?

Nun strickte Bolt an dem Ort, wo für ihn vor sieben Jahren bei Olympia alles begann, auch über 200 m seine Legende weiter, in Peking bejubelte er seinen sechsten (!) Triumph in Serie bei einer großen Meisterschaft - Rekord. Zudem strebt Bolt in China noch den Titel mit der jamaikanischen 4x100-m-Staffel an.

Wie schon vor den 100 m war die Gunst der Zuschauer im Kampf der Sprintmaschinen erneut eindeutig verteilt. Kaum jemand im Stadion hätte "Bad Boy" Gatlin den Titel gegönnt. Der überführte Doping-Betrüger gilt als umstrittenster Läufer seit dem Kanadier Ben Johnson.

Obwohl er bereits zweimal wegen Dopings gesperrt (2001 und 2006 bis 2010) war, rannte er in diesem Jahr auch im fortgeschrittenen Alter von 33 Jahren so schnell wie nie zuvor. Doch gegen Bolt reichte es auch über die 200 m wieder nicht.

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