vergrößernverkleinern
Christina Schwanitz
Christina Schwanitz holte bei der WM in Peking die Goldmedaille © Getty Images

Weltmeisterin Christina Schwanitz trumpft auch beim Finale der Diamond League auf. Speerwerferin Molitor hat gegen die Olympiasiegerin das Nachsehen.

Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz hat erneut ihre Ausnahmestellung bewiesen und auch das Diamond-League-Finale in Zürich gewonnen.

Die Top-Favoritin vom LV Erzgebirge stieß im zweiten Versuch 19,91 m und setzte sich damit souverän vor Michelle Carter (19,12 m) aus den USA durch. Hinter der WM-Dritten landete bei Regen im Letzigrund die Ungarin Anita Marton (18,42 m). Für Lena Urbaniak (Filstal) reichten 16,57 m derweil nur zum neunten Platz.

Der Gesamtsieg im "Diamond Race" war der 29-Jährigen schon vor der vorletzten Station in Zürich nicht mehr zu nehmen gewesen. Für den Triumph und die 40.000 Dollar Siegprämie musste Schwanitz aber beim Finale antreten und überzeugte drei Tage vor dem ISTAF im Berliner Olympiastadion. Bei der WM in Peking hatte sie vor knapp zwei Wochen mit 20,37 m für das erste deutsche Gold gesorgt.

In der laufenden Saison der Diamond League ist es zudem bereits der fünfte Sieg, schon in Birmingham, Oslo, Paris und Stockholm war Schwanitz nicht zu schlagen gewesen.

Molitor gegen Olympiasiegerin chancenlos

Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor (Leverkusen) holte am Donnerstag den dritten Platz und hatte letztlich keine Chance gegen Olympiasiegerin Barbora Spotakova (Tschechien).

Molitor verbesserte sich im letzten Versuch noch deutlich auf 62,43 m, Spotakova präsentierte sich mit 64,31 m nach WM-Rang neun aber wieder in gewohnter Verfassung, die Tschechin holte damit auch den Gesamtsieg. Zweite wurde Elizabeth Gleadle (Kanada/62,70).

Christin Hussong (Zweibrücken/61,44) holte einen guten fünften Platz, Linda Stahl (Leverkusen/60,98) wurde Sechste. Die WM-Vierte Christina Obergföll (Offenburg/58,54) belegte nur den achten Platz.

Robert Hartings Bruder enttäuscht

Für den deutschen Diskus-Meister Christoph Harting (Berlin) endete das Meeting derweil mit einer Enttäuschung. Der jüngere Bruder von Olympiasieger Robert Harting kam bei nur einem gültigen Versuch über 57,04 m nicht hinaus und wurde Neunter, Martin Wierig (Magdeburg/62,02) belegte den siebten Platz.

Der Pole Robert Urbanek (65,78 m) setzte sich im Kampf um den Sieg gegen seinen favorisierten Landsmann Piotr Malachowski (65,04 m) durch, dem Weltmeister reichte allerdings der zweite Platz, um den Gesamtsieg perfekt zu machen.

Über 800 Meter überzeugte zudem Fabienne Kohlmann (Karlstadt) mit einem starken dritten Platz in 1:59,68 Minuten.

Stabhochspringerin Silke Spiegelburg (Leverkusen/4,57) wurde Sechste, Hochspringer Eike Onnen (Hannover/2,19) belegte nur den neunten Platz. Über 100 m gewann Weltmeisterin Shelly-Ann Fraser-Pryce (Jamaika/10,93) und sicherte damit auch den Gesamterfolg.

Teil zwei des Diamond-League-Finals steigt am 11. September in Brüssel. Dort kommt es unter anderem zur WM-Revanche zwischen Kugelstoßer David Storl (Leipzig) und Weltmeister Joe Kovacs (USA). Zudem tritt Superstar Usain Bolt (Jamaika) über 200 m an, der WM-Zweite Justin Gatlin (USA) läuft die 100 m.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel