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Oscar Pistorius
Dem beinamputierten Sprinter Oscar Pistorius wird vorgeworfen, seine Freundin umgebracht zu haben © Getty Images

Der südafrikanische Paralympics-Gewinner Oscar Pistorius muss auf unbestimmte Zeit auf die Entscheidung warten, ob er das Gefängnis verlassen darf und von der Strafanstalt Pretoria in einen Hausarrest überstellt wird.

Wie ein Pistorius-Anwalt der Nachrichtenagentur AFP bestätigte, kam die Kommission für Haftentlassungen am Montag zu dem Schluss, dass nun doch der ursprüngliche Bewährungsausschuss zuständig sei. Vor zwei Wochen hatte das Gremium die Entscheidung noch vertagt.

Ursprünglich sollte Pistorius bereits am 21. August in den Hausarrest überstellt werden, doch dieser Spruch der Strafvollzugsbehörden vom 5. Juni war von Justizminister Michael Masutha als "voreilig" bezeichnet worden. Er habe keine "rechtliche Grundlage" gehabt.

Der beinamputierte Stelzensprinter Oscar Pistorius war im vergangenen Jahr wegen fahrlässiger Tötung seiner damaligen Freundin Reeva Steenkamp am Valentinstag 2013 zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Über ein Sechstel davon, zehn Monate, hat er im Gefängnis Kgosi Mampuru II nun abgesessen - daher käme eine Überführung in den Hausarrest infrage.

Die südafrikanische Staatsanwaltschaft hatte Berufung gegen das Urteil eingereicht. Sie verfolgt eine Anklage wegen Mordes, Pistorius würde in diesem Fall eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren drohen. Die Berufungsverhandlung in Bloemfontein soll im November stattfinden.

Pistorius hatte Reeva Steenkamp durch eine geschlossene Badezimmertür erschossen. Laut seiner Aussage vermutete er einen Einbrecher hinter der Tür.

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