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Die DOSB-Athletenkommission befürwortet den Teilausschluss belasteter Nationen
Die DOSB-Athletenkommission befürwortet den Teilausschluss belasteter Nationen © Getty Images

Die Athletenkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat im Zuge des Dopingskandals in der Leichtathletik schärfere Sanktionen gegen belastete Nationen gefordert.

In einer Pressemitteilung befürwortet die Kommission "einen Ausschluss von Teilmannschaften von internationalen Spitzenwettkämpfen auf Zeit, wenn bei erwiesenem Betrug keine Bereitschaft erkennbar ist, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen."

Die sechsköpfige Athletenkommission habe "mit großer Ernüchterung den Bericht der unabhängigen Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur zur Kenntnis genommen. Darüber hinaus unterstützen die Athleten die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees vom 17. Oktober 2015, das weltweite Anti-Doping-Management von den internationalen Spitzenverbänden zu lösen und vollständig an die WADA zu übergeben", hieß es in der Mitteilung.

Die WADA hatte das Anti-Doping-Labor in Moskau am Dienstag mit sofortiger Wirkung gesperrt. Damit darf das Labor in der russischen Hauptstadt vorerst unter anderem keine Blut- und Urin-Proben mehr analysieren.

Im Mittelpunkt des Dopingskandals steht Lamine Diack. Der frühere Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes soll über eine Million Euro Schmiergelder kassiert haben, um positive Dopingproben russischer Athleten zu vertuschen.

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