vergrößernverkleinern
Alfons Hörmann steht dem DOSB als Präsident vor
Alfons Hörmann ist seit 2013 Präsident des DFB © Getty Images

DOSB-Präsident Alfons Hörmann ist über den Bericht der unabhängigen WADA-Kommission zu systematischem Doping in Russland tief besorgt.

"Nach den Ergebnissen der WADA-Kommission ist der Sport natürlich beschädigt. Da zeigt sich eine Systematik, die mehr als bedrohlich ist. Da kann man auf Selbstheilungskräfte nur noch bedingt hoffen", sagte Hörmann während eines Diskussionsforums beim Bayerischen Rundfunk in München.

Einen möglichen Ausschluss russischer Leichtathleten von den Olympischen Spielen in Rio kommentierte Hörmann nur indirekt: "Darüber kann ich erst ein abschließendes Urteil abgeben, wenn noch mehr Klarheit herrscht. Es wird aber einen Hintergrund für die deutliche Empfehlung der WADA-Kommission geben", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

Hörmann ergänzte: "Wenn es sich in der Dimension bestätigt, wie es aus dem WADA-Bericht hervorzugehen scheint, dann meine ich, dass es auch für Russland selbst besser ist, einmal kraftvoll nachzudenken, sich neu zu strukturieren und zurück zum sauberen Sport zu finden. Andernfalls wird der Sport weltweit an Akzeptanz verlieren."

In dem WADA-Report wird Russland des systematischen Dopings in der Leichtathletik beschuldigt.

Die Politik soll das System gedeckt haben beziehungsweise daran beteiligt gewesen sein.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel