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Lord Sebastian Coe
Sebastian Coe ist seit August IAAF-Präsident © Getty Images

Lord Sebastian Coe, seit August neuer Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, wird am 2. Dezember zu einer Anhörung vor dem britischen Parlament erscheinen.

Die wichtigsten Themen der Fragerunde durch Vertreter des Komitees für Medien, Kultur und Sport werden die Enthüllungen um systematisches Doping in Russland sowie Coes Verbindung zum US-Sportartikelhersteller Nike sein. Dies teilte das Parlament am Freitag mit.

"Wir sind erfreut darüber, dass wir ein Datum gefunden haben, an dem Lord Coe vor unserem Komitee erscheinen kann", sagte Komiteemitglied Damian Collins, "die aktuellen Entwicklungen haben die Bedeutung von Blutdoping im Sport und die erheblichen Sorgen der Öffentlichkeit aufgezeigt."

Stellung nehmen soll der zweimalige 1500-m-Olympiasieger Sebastian Coe (1980 und 1984) auch zu möglichen Interessenkonflikten aufgrund seiner Position bei Nike. Dort ist der 59-Jährige Senior Advisor.

Nike ist ein Großsponsor der Leichtathletik. Zuletzt wurde die WM 2021 ohne jede Ausschreibung nach Eugene vergeben - wo der US-Sportartikelriese seinen Hauptsitz hat.

Coe konnte bislang in alledem keinen Interessenkonflikt erkennen. Er habe immer transparent gehandelt. Schließlich käme es ihm auch gar nicht in den Sinn, "bösartig zu handeln", hatte er der Tageszeitung Die Welt erklärt: "Nein. Ich fühle mich nicht unbehaglich in dieser Frage."

Coe versprach: "Für mein Team und mich ist klar: Sollten Konflikte entstehen – ob scheinbar oder offensichtlich –, werde ich die notwendigen Veränderungen vornehmen."

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