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Doping
Das IOC macht Fortschritte im Kampf gegen Doping © imago

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Pläne für ein unabhängigeres Anti-Doping-System konkretisiert.

So soll in Zukunft das gesamte Test- und Ergebnismanagement der einzelnen Sportverbände unter dem Dach der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zusammengefasst werden.

Die Sanktionen für Dopingsünder sollen demnach vom Internationalen Sportgerichtshof CAS ausgesprochen werden. Dies führe zu einer weltweiten und sportartübergreifenden "Harmonisierung".

Einen konkreten Zeitrahmen für die Reformen gibt es noch nicht, das IOC will seine Dopingtests und -sanktionen bei den Winterspielen 2018 bereits nach diesen Prinzipien vornehmen.

Finanziert werden soll der weltweite Anti-Doping-Kampf weiterhin zu gleichen Teilen vom organisierten Sport und von den Regierungen.

Weitere Informationen zu einer möglichen Erhöhung des Budgets gab es nicht. "Es ist zu früh, dies zu beziffern. Man sollte nicht mit dem vierten oder fünften Schritt beginnen", sagte IOC-Präsident Thomas Bach. Es sei jedoch logisch, dass wenn man Ressourcen zentralisiere, kombiniere und harmonisiere, das System effektiver werde.

In einem weiteren Schritt schlug das IOC die Einsetzung einer Untersuchungseinheit innerhalb der WADA vor, die die Arbeit der nationalen Anti-Doping-Agenturen genau verfolgen soll und Probleme bei nationalen Agenturen oder Anti-Doping-Laboren "zum frühestmöglichen Zeitpunkt" erkenne.

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