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Robert Harting
Robert Harting bestritt seinen ersten Wettkampf seit über 17 Monaten Verletzungspause © Getty Images

Nach über anderthalb Jahren Verletzungspause meldet sich Robert Harting in Berlin eindrucksvoll zurück. Nach seinem Comeback blickt er optimistisch nach vorne.

Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat nach mehr als 17 Monaten Verletzungspause beim Hallen-ISTAF in Berlin ein triumphales Comeback gefeiert.

Unter dem tosenden Applaus der 12.648 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof gewann der Publikumsliebling 526 Tage nach seinem bis dato letzten Wettkampf mit 64,81 Metern vor seinem Bruder Christoph (64,34).

"Es kann kein schöneres Comeback geben, das war ein Erlebnis", sagte Harting: "Ich muss weiter üben. Mal gucken, was am Ende im Sommer stehen wird."

Im September 2014 hatte Harting beim Joggen einen Kreuzbandriss erlitten und anschließend lange pausieren müssen. Auch seine Teilnahme an der Freiluft-WM in Peking hatte er deswegen absagen müssen. Großes Ziel des 31-Jährigen sind die Olympischen Spiele im August in Rio de Janeiro.

Weitspringerin Wester überrascht

Für ein weiteres Highlight sorgte beim zuschauerstärksten Hallen-Meeting der Welt überraschend Alexandra Wester im Weitsprung. 

Die erst 21 Jahre alte Kölnerin gewann mit 6,95 Metern und ist damit hinter Heike Drechsler (7,37) und Helga Radtke (7,09) die drittbeste deutsche Springerin in der Halle. Gleichzeitig stellte Wester wie Sprintstar Dafne Schippers (Niederlande/7,00 Sekunden) über 60 Meter und Hürdensprinter Dimitri Bascou (Frankreich/7,41) eine Weltjahresbestleistung auf.

Holzdeppe auf Rang drei

Im Stabhochsprung musste Olympiasieger und Weltrekordler Renaud Lavillenie eine Niederlage hinnehmen. Der Franzose kam nicht über 5,85 Meter hinaus, es gewann der Brasilianer Thiago Braz da Silva mit Südamerika-Rekord von 5,93. Vizeweltmeister Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) kam mit 5,77 auf den dritten Platz.

Für einen deutschen Sieg sorgte auch Hürdensprinterin Cindy Roleder. Die Leipzigerin, Vize-Weltmeisterin über 100 m Hürden, stellte ihre persönliche Saisonbestleistung von 7,96 Sekunden ein und gewann vor Kristi Castlin (USA/8,06).

Für den deutschen Rekordler Julian Reus endeten die 60 Meter mit einer Enttäuschung. Er war beim Sieg von Kim Collins (St. Kitts und Nevis/6,53) nach einem Fehlstart im Finale nur Zuschauer.

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