vergrößernverkleinern
Leichtatletik-Weltverband
Der Leichtathletik-Weltverband hat mit einem Doping- und Korruptionsskandal zu kämpfen © Getty Images

Dem krisengeplagten Leichtathletik-Weltverband IAAF droht anscheinend der Verlust des Sponsorings des Lebensmittelriesen Nestle.

Dies berichten die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und die französische Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch übereinstimmend.

"Angesichts der negativen öffentlichen Wahrnehmung bezüglich Korruptionsvorwürfen und Dopings" soll Nestle demnach sein Engagement als Hauptsponsor des IAAF-Programms "Kids Athletics" vorzeitig und fristlos beenden. Faz.net und AFP zitieren aus einer Mail, die den Redaktionen vorliegt.

"Wir glauben, dass sich dies negativ auf unsere Reputation und das Image auswirken könnte und werden daher den bestehenden Vertrag mit der IAAF beenden, der 2012 geschlossen wurde", heißt es in der Mail weiterhin. Man habe die IAAF über den Schritt bereits informiert und warte auf "auf eine formale Bestätigung".

Das Schweizer Unternehmen Nestle ist seit Januar 2012 Hauptsponsor von "Kids Athletics", damals einigten sich beide Parteien auf einen Fünfjahresvertrag bis 2017.

Erst Ende Januar hatte die BBC berichtet, dass auch der deutsche Sportartikel-Hersteller adidas sein Engagement bei der IAAF beenden werde. Adidas bestätigte die Berichte seinerzeit nicht, teilte auf Anfrage jedoch mit, dass man den Reformprozess beim Weltverband intensiv verfolge.

Seit Monaten hält der Doping- und Korruptionsskandal den Weltverband in Atem. Präsident Sebastian Coe (59) steht enorm unter Druck, auch wenn er immer wieder beteuert, vom mutmaßlich kriminellen System seines Vorgängers Lamine Diack nichts gewusst zu haben.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel