vergrößernverkleinern
Überglücklich nach ihrem Drama-Sieg: Jemima Sumgong © Getty Images

Kuriosum beim London-Marathon: Die Siegerin bei den Frauen kam während des Rennens nach einem Zusammenprall zu Fall und gewann am Ende dennoch.

In 2:22:58 Stunden holte sich die Kenianerin Jemima Sumgong ihren ersten großen Marathon-Sieg.

Zweite wurde Äthiopiens Vorjahressiegerin Tigist Tufa (2:23:03) vor Chicago-Gewinnerin Florence Kiplagat (Kenia/2:23:39).

Als letzte Nicht-Afrikanerin hatte die deutsche Rekordhalterin Irina Mikitenko 2008 und 2009 in London gesiegt, den Weltrekord hatte die Britin Paula Radcliffe 2003 mit 2:15:25 Stunden in der britischen Metropole aufgestellt.

Bei den Männern zahlte der deutsche Hoffnungsträger Arne Gabius Lehrgeld und musste die Olympia-Generalprobe vorzeitig aufgeben.

Beim Sieg des kenianischen Titelverteidigers Eliud Kipchoge in grandioser Streckenrekordzeit von 2:03:05 Stunden stieg der deutsche Rekordhalter kurz nach der Halbmarathon-Marke aus, lag da schon weit hinter seiner Rekordzeit vom Frankfurt-Marathon des Vorjahres (2:08:33) zurück.

"Bei Kilometer 13 bekam ich Probleme in der Magengegend und konnte das Tempo meiner Gruppe nicht mehr mitgehen", sagte Gabius: "Da die Schmerzen bei Halbmarathon nicht weggingen, hab ich auf die Uhr gedrückt und das Rennen beendet. Ich hatte mir viel vorgenommen, aber manchmal erwischt man halt einen schlechten Tag."

Der 31 Jahre alte Kipchoge lief nur acht Sekunden am Weltrekord seines Landsmannes Dennis Kimetto (2:02:57) vorbei.

Nur Kimetto und Geoffrey Mutai absolvierten bislang einen Marathon schneller, Mutais beim Boston-Marathon 2011 erzielte 2:03:02 Stunden gingen allerdings wegen der Beschaffenheit des Kurses nicht in die offiziellen Bestenlisten ein.

Hinter Kipchoge, der den Streckenrekord von Wilson Kipsang (2:04:29) pulverisierte und seine vierten großen Sieg in Serie nach Chicago 2014 sowie London und Berlin feierte, setzte sich vor seinem Landsmann Stanley Biwott (2:03:51) durch.

Äthiopiens 5000- und 10.000-m-Weltrekordler Kenenisa Bekele beendete erstmals seit Oktober 2014 einen Marathon und wurde in 2:06:31 Stunden Dritter. Weltrekordler Kimetto wurde nur Neunter (2:11:44).

Bei den Frauen gewann die Kenianerin Jemima Sumgong in 2:22:58 Stunden und holte sich ihren ersten großen Marathon-Sieg.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel