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Robert Harting
Robert Harting holte 2012 in London Gold und ist dreimaliger Europameister © Getty Images

Diskuswerfer Robert Harting ist ein Mann der klaren Worte. Auch nach den Doping-Anschuldigungen aus Russland hat der Olympiasieger einen Konter parat.

Nach den schweren Doping-Anschuldigungen gegen Deutschland der russischen Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa, kontert Diskuswerfer Robert Harting.

"Offensichtlich werden sie (die russischen Athleten, Anm. d. Red.) geistig manipuliert und getäuscht. Die Tatsache, dass vor allem Trainer mit dem 'Die Anderen machen das auch' dort noch Erfolg haben, zeigt den Horizont mancher Athleten", sagte Harting der Bild.

Außerdem, so Harting, würden sich russische Sportler mit falschen Namen und angeblichen Sprachproblemen vor Kontrollen drücken: "Es gibt viele Länder, in denen das Anti-Doping-System vorbildlich funktioniert. Wir werden weltweit kontrolliert, reisen mit richtigen Namen, können Englisch und brauchen nicht irgendwelche Diskussionen mit Doping-Kontrolleuren abbrechen."

"Freue mich, dass sich mal jemand meldet"

Harting sagte aber auch: "Ich freue mich, dass sich eine russische Athletin überhaupt mal zu Wort meldet. Bisher haben wir nur Schweigen vernehmen können."

Den russischen Leichtathleten droht die Suspendierung von den Spielen in Rio wegen flächendeckenden Dopings. Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa warf in einem Interview mit Russia Today dem Westen ebenfalls Massen-Doping vor: "Wir wissen, dass in Ländern wie den USA, Großbritannien, Deutschland, Kenia – meine Finger genügen zur Aufzählung nicht – Athleten gesperrt wurden. Da gibt es systematisches Doping."

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