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Marathon-Ikone Rita Jeptoo ist noch bis Oktober wegen Dopings gesperrt
Marathon-Ikone Rita Jeptoo ist noch bis Oktober wegen Dopings gesperrt © Getty Images

Der Coach von Marathon-Ikone Rita Jeptoo wird in Kenia vor Gericht gestellt. Claudio Berardelli soll seinen Schützling mit EPO versorgt haben.

Im ersten bekannten Verfahren nach den Vorgaben von Kenias neuem Anti-Doping-Gesetz ist offiziell Anklage erhoben worden - gegen einen Italiener.

Coach Claudio Berardelli muss sich damit vor einem Gericht in Nairobi wegen der mutmaßlichen Abgabe von EPO an die wegen Dopings noch bis Oktober gesperrte Marathon-Ikone Rita Jeptoo verantworten.

Bis zum Verhandlungsbeginn wurde Berardelli, der auf nicht schuldig plädiert, nach mehrtägiger Untersuchungshaft auf Kaution aus dem Gefängnis entlassen.

Berardelli-Schützling Jeptoo war im September 2014 bei einer Trainingskontrolle positiv auf EPO getestet worden. Bis zu ihrer zweijährigen Sperre gehörte die 35-Jährige zu den dominierenden Marathon-Läuferinnen der Welt und siegte mehrfach beim Boston- und auch beim Chicago-Marathon.

Ihr Coach gehörte einst zum Stab des italienischen Sportagenten Federico Rosa. Zu den Klienten des Managers gehören zehn kenianische Olympia-Kandidaten, darunter Peking-Olympiasieger Asbel Kiprop (1500 m) und die WM-Dritte Eunice Sum (800 m).

Rosa wurde in Kenia ebenfalls vorläufig wieder aus der Haft entlassen, darf das Land aber derzeit nicht verlassen.

Kenias Anti-Doping-Gesetz ist erst seit Ende Mai in Kraft. Wegen der zuvor unzureichenden Gesetzgebung hatte den Afrikanern vorübergehend auch der Ausschluss von den Sommerspielen in Rio gedroht.

Kenia steht aufgrund vielfacher Hinweise auf Dopingvergehen unter besonderer Beobachtung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA).

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