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Christoph Harting gewann 2016 Olympiagold im Diskus
Intern und extern droht Christoph Harting Ärger wegen seines Verhaltens bei der Olympia-Siegerehrung © Getty Images

Der Diskus-Olympiasieger wird von einer Privatperson wegen seines Verhaltens bei der Siegerehrung in Rio angezeigt. Auch intern drohen dem Bundespolizisten Konsequenzen.

Diskus-Olympiasieger Christoph Harting drohen nach seinem umstrittenen Verhalten während der Siegerehrung bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro möglicherweise Konsequenzen.

Wie die Welt am Sonntag berichtet, soll eine Privatperson gegen den Bundespolizisten Anzeige erstattet haben. Das bestätigte Jochen Maron, Leiter der Bundespolizeisportschule in Kienbaum und Vorgesetzter von Harting der Zeitung.

Auch intern droht Ärger

Darüber hinaus soll auch ein internes Verfahren bei der Bundespolizei eingeleitet werden. Maron wollte das auf Nachfrage zwar nicht bestätigen, sagte aber auch: "Ich stehe dem Verhalten von Christoph Harting sehr kritisch gegenüber. Dieser Vorfall wird auch in jedem Fall noch nachbereitet."

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Als bei der Siegerehrung in Brasilien die deutsche Fahne hochgezogen und die Nationalhymne gespielt wurde, hatte sich der Überraschungssieger für viele völlig daneben benommen. Er verschränkte die Arme vor der Brust, pfiff albern vor sich hin und machte Faxen wie ein Halbstarker.

Persönliches Gespräch folgt

Anschließend entschuldigte er sich jedoch öffentlich. "Ich war noch voller Energie. Ich hätte mit den Dingen vielleicht anders umgehen können. Ich wollte es genießen, auf meine Weise", hatte Harting gesagt.

Dem 26 Jahre alten Harting soll bereits mitgeteilt worden sein, dass die Vorfälle noch gemeinsam aufgearbeitet werden. In Kürze soll ein persönliches Gespräch mit dem 2,07-m-Hünen folgen, bei dem wohl vor allem die moralische Komponente seines Auftritts diskutiert wird. Harting profitiert seit Jahren von der Sportförderung des Bundes, die durch das Geld deutscher Steuerzahler ermöglicht wird.

TV-Auftritt winkt

Zuvor winkt ihm aber noch ein anderer Auftritt. Wie die Welt am Sonntag ebenfalls berichtete, liegt Christoph Harting ein Angebot des TV-Senders Pro7 für die Sendung Schlag den Star vor. Dabei soll ihm eine Gage von 60.000 Euro winken.

"Da es sich dabei um eine zu genehmigende Nebentätigkeit handelt, läuft derzeit ein Antrags- und Genehmigungsprozess, der darüber entscheiden wird, ob er teilnehmen darf", sagte Maron. Es soll bereits eine Entscheidung gefallen sein. Demnach darf Harting teilnehmen, muss seine Gage aber angeblich der Bundeskasse überlassen.

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