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Olympiasieger Thomas Röhler verpasste in Berlin einen Platz auf dem Podium
Olympiasieger Thomas Röhler verpasste in Berlin einen Platz auf dem Podium © Getty Images

Der Speerwurf-Olympiasieger muss beim ISTAF den Strapazen der vergangenen Tage Tribut zollen, dennoch siegt ein Deutscher. Storl enttäuscht, Cindy Roleder triumphiert.

Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler ist in seinem letzten Wettkampf des Jahres beim ISTAF in Berlin nicht über Platz vier hinaus gekommen.

13 Tage nach seinem Goldwurf von Rio de Janeiro musste sich der 24-Jährige aus Jena mit 82,55 m im Olympiastadion der Hauptstadt gleich drei deutschen Konkurrenten geschlagen geben.

Allerdings war es bereits sein dritter Wettkampf in nur drei Tagen. Der Olympia-Vierte Johannes Vetter (Offenburg) verbesserte zum Saisonabschluss seine persönliche Bestweite deutlich auf 89,57 m und kratzte bei seinem Sieg sogar an der magischen 90-m-Marke.

Auch Julian Weber (Mainz) warf mit 88,29 m so weit wie nie zuvor und verdiente sich Platz zwei vor Andreas Hofmann (Mannheim), der mit 85,42 m eine Saisonbestleistung aufstellte. 

Storl enttäuscht als Vorletzter

Röhler hatte erst am Donnerstag in Zürich nur knapp seinen zweiten Gesamterfolg in der Diamond League verpasst. Beim letzten Diamond-League-Meeting am 9. September in Brüssel wird kein Speerwurf mehr ausgetragen.

Auch in Berlin gehörte der Speerwurf der Männer bislang nicht ins Programm, wurde in diesem Jahr aber eigens aufgenommen.

Für eine Enttäuschung sorgte derweil Kugelstoßer David Storl. Der zweimalige Weltmeister aus Leipzig kam mit einer schwachen Weite von 20,15 m nicht über den siebten und damit vorletzten Platz hinaus.

Der Sieg ging ging an Franck Elemba (Kongo/20,66 m).

Roleder läuft Bestleistung

Europameisterin Cindy Roleder gewann beim ISTAF in Berlin das Rennen über 100 m Hürden.

Die 26-Jährige aus Leipzig setzte sich im Olympiastadion in 12,65 Sekunden knapp vor Jasmin Stowers (USA/12,72) und Phylicia George (Kanada/12,74) durch.

Die Vizeweltmeisterin verfehlte ihre persönliche Bestleistung zum Saisonabschluss nur um sechs Hundertstelsekunden. "So eine Zeit zum Abschluss ist einfach phänomenal. Die Zuschauer haben mich über die Bahn getragen", sagte Roleder. 

Die deutschen Sprinterinnen freuten sich über 200 m über einen Doppelsieg. Die erst 19 Jahre alte EM-Dritte Gina Lückenkemper (Dortmund) setzte sich in 22,92 Sekunden vor Lisa Mayer (Langgöns/Oberkleen) durch, die nach 23,01 Sekunden ins Ziel kam. "Ich wollte einfach nur schnell ins Ziel. Das war richtig cool", sagte Lückenkemper.

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