vergrößernverkleinern
IAAF Press Conference
Frank Fredericks ist nicht länger in der IAAF-Kommission im Amt © Getty Images

Der ehemalige Weltklasse-Sprinter Frankie Fredericks tritt von seinen Ämtern beim IOC und der IAAF zurück. Der 49-Jährige steht unter Korruptionsverdacht.

Der unter Korruptionsverdacht stehende ehemalige Weltklasse-Sprinter Frankie Fredericks ist von seinem Amt als Vorsitzender der IOC-Evaluierungskommission für die Olympischen Spiele 2024 zurückgetreten. Das teilte der 49-Jährige am Dienstag in einer persönlichen Erklärung mit. Zudem kündigte er an, nicht an der Abstimmung im September in Lima teilzunehmen.

Weist Anschuldigungen zurück

"Ich bestreite kategorisch jegliche direkte oder indirekte Beteiligung an unrechtmäßigen Vorgängen. Ich habe nie Gesetze, Vorschriften, oder Ethikregeln in Bezug zu irgendeinem Bewerbungsverfahren des IOC gebrochen", sagte Fredericks.

"Ich habe persönlich entschieden, dass es im besten Interesse des Bewerbungsverfahrens ist, dass ich als Vorsitzender zurücktrete." Es sei essentiell, dass die Arbeit der Kommission als glaubwürdig und fair wahrgenommen werde.

Bereits am Montagabend war Fredericks von seinem Amt beim Leichtathletik-Weltverband IAAF zurückgetreten. Dort arbeitete er in der IAAF-Kommission zur Aufklärung des russischen Dopingskandals. Zudem erklärte Fredericks am Dienstag, dass er vorübergehend auch sein Amt als Leiter der Koordinierung der Olympischen Jugendspiele 2018 in Buenos Aires niederlege.

Verdacht der Bestechung

Die französische Tageszeitung Le Monde hatte am vergangenen Freitag über eine mögliche Verwicklung Fredericks in eine Bestechung vor der Olympiavergabe an Rio berichtet. Im Mittelpunkt steht die Familie des ehemaligen IAAF-Präsidenten Lamine Diack, allerdings soll auch IOC-Mitglied Fredericks 300.000 Dollar (ca. 283.000 Euro) von Diacks Sohn Papa Massata erhalten haben. Diese Zahlungen sind derzeit Gegenstand von Ermittlungen der Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

"Ich werde weiterhin vollumfänglich mit der Ethikkommission zusammenarbeiten, weil ich darauf vertraue, dass sie schnell zu dem Schluss kommen wird, dass die in dem Bericht enthaltenen Unterstellungen verleumderisch sind", sagte Fredericks weiter: "Diese Artikel haben nicht nur mich als Ziel, sondern auch die gesamte Integrität des IOC-Bewerbungsverfahrens."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel