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16th IAAF World Athletics Championships London 2017 - Day Seven
Marie-Laurence Jungfleisch übersprang 1,92 Meter im dritten Versuch © Getty Images

Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch kämpft bei der Leichtathletik-WM um die Medaillen. Die deutschen Mittelstreckenläufer überzeugen.

Mit einem Paukenschlag hat Speerwurf-Star Johannes Vetter die deutschen Leichtathleten nach einer bislang ernüchternden Bilanz bei der WM in London wachgeküsst.

Neben dem deutschen Rekordhalter qualifizierten sich am Donnerstag auch Olympiasieger Thomas Röhler und Andreas Hofmann für das Speerwurf-Finale und träumen weiter vom "Sweep". Andere Athleten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zogen nach und sorgten am siebten Wettkampftag ebenfalls für Lichtblicke.

Grund zum Jubeln hatte auch Hochspringerin Marie Laurence Jungfleisch (Stuttgart): Die deutsche Meisterin sprang in der Qualifikation im dritten Versuch 1,92 m und erreichte das Finale (Samstag, 20.05 Uhr im LIVETICKER).

"Es war wirklich wahnsinnig knapp, aber ich bin froh, dass ich es geschaffft habe", sagte Jungfleisch im ZDF: "Ich habe mich auch kurz gewundert, dass die Latte oben geblieben ist."

Einen weiteren Erfolg verbuchte derweil Christina Hering über 800 m. Die deutsche Meisterin verpasste zwar als Fünfte ihres Vorlaufs den für den direkten Halbfinal-Einzug nötigen dritten Platz, gehörte aber in 2:01,13 Minuten zu den sechs Läuferinnen, die über die Zeitregel weiterkamen.

Die zweimalige Olympiasiegerin Caster Semenya aus Südafrika zog indes problemlos ins Halbfinale am Freitag (20.35 Uhr im LIVETICKER) ein.

1500 m: Zwei Deutsche im Halbfinale

Ebenfalls im Halbfinale (Freitag, 21.10 Uhr im LIVETICKER) stehen die 1500-m-Läufer Homiyu Tesfaye und Timo Benitz. Tesfaye, der WM-Fünfte von Moskau, zog nach 3:38,57 Minuten als Fünfter seines Vorlaufs in die nächste Runde ein. Der deutsche Meister Benitz qualifizierte sich als Dritter (3:46,01) seines Rennens.

"Das Rennen lief super geil. Ich wäre gerne sogar noch schneller gelaufen, aber ich musste auf der Zielgeraden darauf gucken, den Weg zuzumachen", sagte Benitz im ZDF: "Die Zeit ist unfassbar schlecht, aber das ist egal."

Hasse: "Pech gehabt"

Sprinterin Rebekka Haase hat über 200 m dagegen das Finale verpasst. Die deutsche Meisterin von 2014 und 2015 sprintete in ihrem Halbfinale in 23,03 Sekunden auf Platz vier ihres Halbfinales, das reichte nicht zum Einzug in den Endlauf am Freitag (22.50 Uhr im LIVETICKER).

Am Ende fehlten Haase 18 Hundertstelsekunden zum Finale. "Ich ärgere mich, weil ich in der Kurve einen blöden Fehler gemacht habe. Danach hatte ich keine Chance mehr", sagte Haase: "Pech gehabt, aber in der Staffel machen wir es besser."

Reh scheitert trotz Bestleistung

Eine couragierte Leistung reichte Nachwuchstalent Alina Reh über 5000 m hingegen nicht zum Finaleinzug. Die 20-Jährige verpasste trotz einer persönlichen Bestleistung mit 15:10,01 Minuten den Endlauf. 

"Ich habe heute gemerkt, dass es international noch mal ganz anders abgeht. Das war ein echtes Gerangel", sagte Reh: "Ich habe am Anfang immer noch 'sorry' gesagt, am Ende konnte ich von der Puste her nicht mehr. Vorne ging es am Ende zu schnell ab, da fehlt mir noch die Tempohärte."

Da in den drei Entscheidungen des Abends keine deutschen Athleten vertreten waren, bleibt die Silbermedaille für Siebenkämpferin Carolin Schäfer nach sieben Wettkampftagen an der Themse das einzige Edelmetall für den DLV (Der Medaillenspiegel).

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