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Magnus Carlsen führt gegen Viswanathan Anand
Ist mit dem Remis in der vierten Partie zufrieden: Schach-Weltmeister Magnus Carlsen

Einen Tag nach seiner ersten Niederlage hat Schach-Weltmeister Magnus Carlsen am Mittwoch erneut Schwächen offenbart.

Der Titelverteidiger kam in der vierten Partie gegen seinen indischen Herausforderer Viswanathan Anand trotz leichter Vorteile nur zu einem Remis.

Damit steht es zwischen den beiden Rivalen 2:2. Carlsen meinte anschließend selbstkritisch: "Ich dachte, dass ich etwas besser stehe, doch das war nicht viel. Ich habe heute furchtbar gespielt, aber da es remis ausgegangen ist, ist es nicht so schlimm."

Der 23-jährige Carlsen eröffnete mit dem Doppelschritt des e-Bauern und der Herausforderer aus Indien antwortete mit der Sizilianischen Verteidigung.

Carlsen ging einem theoretischen Kampf aus dem Weg und wählte eine ruhige Nebenvariante. Es entstand eine klassische Struktur mit einem Isolani-Bauern auf d5, die beiden Spielern gleiche Chancen bot.

Der Norweger konservierte dank der besseren Bauernstruktur einen kleinen Vorteil, bis ein Damenendspiel entstand. Hier stellte er seinen Gegner vor praktische Probleme, doch Anand kreierte immer genügend Gegenspiel und zwang Carlsen zum Dauerschach nach 4 Stunden und 50 Minuten.

"Ich war heute nie richtig besorgt, außer vielleicht ein wenig im Damenendspiel", sagte Anand.

Dieses Remis war ein Erfolg für Anand, der mit Schwarz kaum Mühe hatte, den Ansturm des Weltmeisters Stand zu halten. Mit der fünften Partie geht es nach einem Ruhetag am Freitag weiter.

Sieger des auf zwölf Begegnungen ausgelegten WM-Duells ist derjenige, der zuerst 6,5 Punkte erreicht. Bei Gleichstand erfolgt ein Tiebreak.

Der Sieger einer Begegnung erhält einen Punkt, bei einem Remis bekommen beide jeweils 0,5 Punkte.

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