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Die Evaluierungskommission untersucht die Dopingvergangenheit an der Uni Freiburg

Die unabhängige Evaluierungskommission, zuständig für die Aufklärung der Dopingvergangenheit der Sportmedizin an der Universität Freiburg, hat einen Zehn-Punkte-Plan als Voraussetzung zum Abschluss ihrer Arbeit vorgelegt.

In dem Papier fordert die Kommission unter der Leitung der Kriminologin Letizia Paoli unter anderem weiterhin den Zugang zu "Alt-Akten des Staatsministeriums" sowie die Einsicht aller betreffenden Unterlagen des Innen-, Justiz- und Kultusministeriums.

"Die meisten (der Voraussetzungen, d. Red.) sind der Universität und dem Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg aus zwei Rechenschaftsberichten bereits bekannt", hieß es in der Mitteilung der Kommission.

Der Plan soll nun als Grundlage eines Gesprächs mit dem Ministerium und der Universität dienen: "Wir hoffen aber, dass bereits in der Zwischenzeit zumindest ein Teil der Maßnahmen mit Hilfe der zuständigen Stellen in Angriff genommen werden kann."

Die Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin, die 2007 ihre Arbeit aufgenommen hatte, beklagte zuletzt immer wieder die Behinderung der Aufklärung in der Abteilung Rehabilitive und Präventive Sportmedizin. Die Vorsitzende Paoli drohte sogar mit Rücktritt und kritisierte Rektor Hans-Jochen Schiewer.

Auch in dem Zehn-Punkte-Papier fordert die Kommission die "vollständige Wiederaufnahme der Kommunikation und Kooperation des Rektorats mit der Kommissionvorsitzenden, die seit einem Jahr nicht mehr gegeben war".

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