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Kipchoge Keino kämpft gegen Doping in seinem Heimatland
Kipchoge Keino kämpft gegen Doping in seinem Heimatland © getty

Der ehemalige Läuferstar Kipchoge Keino, inzwischen Präsident des Nationalen Olympischen Komitees von Kenia, fordert nach zahlreichen Dopingfällen in seinem Land die Einführung eines Antidoping-Gesetzes.

"Der Ruf unserer Sportler und Sportlerinnen ist in unvorstellbarer Weise beschädigt worden", sagte der zweimalige Leichtathletik-Olympiasieger in einer Neujahrsbotschaft.

Keino kündigte in der nationalen Zeitung "Daily Nation" an, sich in Kürze mit den für den Sport zuständigen Regierungsvertretern an einen Tisch zu setzen.

Mehr als 30 Athleten, vornehmlich Langstreckenläufer, waren in den vergangenen beiden Jahren positiv auf Doping getestet worden.

Der jüngste Fall war Marathonläuferin Rita Jeptoo, 2014 Gewinnerin von vier Rennen der World Marathon Majors (WMM).

Die Verkündung ihrer zweijährigen Sperre wegen Epo-Dopings wird in dieser Woche erwartet.

Im Blickpunkt stehen auch die Agenten der Sportler, die laut Keino ihre Schützlinge zum Zwecke der schnellen Leistungsförderung zur Einnahme von unerlaubten Mitteln verleiten würden.

Kenias Regierung hat bereits angekündigt, die Manager offiziell registrieren zu lassen und zu lizenzieren.

Damit soll eine bessere Kontrolle erreicht werden.

"Nicht alle Agenten sind schlecht, aber es gibt einige, die unsere Jugend auf falsche Wege führen. Sie müssen die volle Kraft des Gesetzes spüren", führte Kipchoge Keino aus, der 1968 in Mexiko-Stadt Olympiagold über 1500 m gewonnen hatte.

Vier Jahre später in München siegte er über die 3000 m Hindernis. Hinzu kam je einmal Silber bei beiden Spielen.

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