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Der Deutschen-Ringer-Bundesliga droht das Aus
Der Deutschen-Ringer-Bundesliga droht das Aus © getty

Mitten in der Endphase des Titelrennens sind die Bundesligisten auf Konfrontationskurs mit dem Deutschen Ringer-Bund (DRB) gegangen.

Der Eliteklasse in ihrer jetzigen Form droht das Aus, der DRB will hart bleiben.

"Ein Verband darf sich nicht erpressen lassen", sagte DRB-Präsident Manfred Werner mit Blick auf die "Rebellion" der Klubs vom Wochenende.

12 der 13 Bundesligisten haben ihre Meldung für die kommende Saison nur unter Vorbehalt abgegeben - lediglich der dreimalige Meister ASV Mainz gehört nicht zu den "Rebellen".

Nur wenn ihre eingereichten Forderungen erfüllt werden, wollen die Klubs weiter in der Bundesliga ringen.

Die Vereine fordern unter anderem Mitspracherecht und Mitbestimmung bei Strukturfragen, Gewichtsklassen oder dem Einsatz von Ausländern.

"Wir bedauern, dass die Vereine diesen Weg der Auseinandersetzung suchen. Wir haben den Vereinen vielfach vor Ablauf der Meldefrist die Hand gereicht und Gespräche angeboten", äußerte Werner: "Wir können und werden uns jedoch aufgrund unserer Verantwortung für die gesamte Sportstruktur, insbesondere die Nachwuchsentwicklung, zu keiner Zustimmung zu Statutenänderungen nötigen lassen, die einseitig von einer kleinen Zahl von Vereinen mit Blick auf die eigenen Vereinsinteressen formuliert wurden. Wir sind gewählte Vertreter aller Ringer in Deutschland."

Der DRB kündigte an, zur Not auch ohne die rebellierenden Klubs einen "Ligenbetrieb mit rund 30 Vereinen" zu garantieren.

Neben Mainz sollen dann die jetzigen Zweitligisten die Eliteklasse bilden. Die Rebellen drohen auf der anderen Seite mit einer Liga in Eigenregie.

Werner hat zwar kein Verständnis für den Vorstoß der Klubs und glaubt auch nicht an deren Geschlossenheit, "dennoch lassen wir die Tür offen".

Nach Aussage Werners müssen die Klubs aber auf den Verband zukommen, um doch noch eine Einigung zu erzielen.

Der DRB machte allerdings klar, dass sich die Klubs seiner Meinung nach verrannt haben.

So könne eine Vielzahl der geforderten Änderungen nur durch die Bundesdelegiertenversammlung beschlossen werden.

Werner warf den Klubs zudem vor, dass sie in der Vergangenheit die Möglichkeit zur Mitsprache und zum Dialog in den eigens dafür vorgesehenen Gremien nicht genutzt hätten.

Aufgrund dieser Passivität sei der Vorstoß um so erstaunlicher.

Derweil steht Titelverteidiger ASV Nendingen vor dem Einzug ins Finale.

Die Schwaben setzten sich im Halbfinal-Hinkampf 10:9 in Mainz durch.

Im anderen Hinkampf gewann der zweimalige Titelträger und Vorjahresfinalist Germania Weingarten mit 11:6 gegen den sechsmaligen Meister KSV Köllerbach.

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